
Spinnen sind Nützlinge.
Kein Schaden, keine Keime.
Abdichten schlägt Sprühen.
Anfrage: 01 442 00 86
Notdienst
Methoden
Technik
Fachpersonal
Spinnen sind Nützlinge und keine Schädlinge. Sie fressen Fliegen, Gelsen und Motten und richten in Wohnungen keinen Schaden an. Wer sie loswerden will, entfernt Netze samt Kokons mit dem Staubsauger, dichtet Fenster und Kellerschächte ab und reduziert Beuteinsekten. Sprays und Ultraschallgeräte bringen nichts.
Die großen Spinnen, die ab September durch Wohnungen laufen, sind meist Männchen der Hauswinkelspinne auf Partnersuche. Sie leben ohnehin im Haus und ziehen nicht wegen der Kälte ein. Die zweite häufige Art ist die Zitterspinne unter der Zimmerdecke, die andere Spinnen frisst. Beide sind für Menschen ungefährlich. Wirksam sind Netzentfernung, abgedichtete Fugen und weniger Beuteinsekten. Ein Fachbetrieb ist bei Spinnen fast nie nötig.
Nein. Spinnen fressen weder Vorräte noch Textilien noch Holz und übertragen keine Krankheiten. Sie ernähren sich von Insekten und halten damit Fliegen, Gelsen und Motten in Schach. In der Schädlingsbekämpfung zählen sie zu den Nützlingen.
Der einzige Nachteil sind die Netze. Trichternetze in Ecken, Fäden hinter Möbeln und kleine dunkle Kotpunkte an Wand und Decke stören optisch, mehr passiert nicht. In Lebensmittelbetrieben zählen Netze über offener Ware allerdings als Hygienemangel und werden bei Kontrollen beanstandet.
Der Nutzen ist an dem messbar, was im Netz landet. Eine Zitterspinne unter der Zimmerdecke fängt Gelsen, Motten und Fliegen, teils auch andere Spinnen. Wer alle Netze entfernt, aber die Beuteinsekten im Raum lässt, hat kurz danach neue Tiere an derselben Stelle.
Verletzungen sind in Mitteleuropa die Ausnahme. Die heimischen Hausarten beißen kaum, ihre Kieferklauen dringen selten durch menschliche Haut. Der Ammen-Dornfinger, dessen Biss schmerzhaft ausfällt, lebt in hohem Gras und auf Wiesen und tritt in Wohnungen praktisch nicht auf.
Weil die Männchen der Hauswinkelspinne ab September auf Partnersuche gehen. Sie verlassen ihre Verstecke, laufen durch die Räume und fallen dadurch auf. Die Tiere ziehen nicht wegen der Kälte ein, sie leben das ganze Jahr über im Gebäude.
Die Wanderung dauert mehrere Wochen und endet im Spätherbst. In dieser Zeit sitzen die Tiere oft in Badewanne oder Waschbecken. Der Grund ist banal: Sie kommen an der glatten, senkrechten Wand nicht mehr hoch. Ein Handtuch über den Rand genügt als Ausstiegshilfe.
Der Rest des Jahres verläuft unauffällig. Weibchen bleiben in ihrem Trichternetz hinter Kästen, in Kellerecken, in Rollokästen und in Lichtschächten und verlassen es kaum. Deshalb entsteht der Eindruck, im Herbst kämen alle Tiere gleichzeitig von draußen herein.
Praktisch heißt das: Der Herbst ist der schlechteste Zeitpunkt für Panik und der beste für das Abdichten. Wer im September Fensterdichtungen, Kellerfenster und Türspalten prüft, hat im Folgejahr weniger Tiere im Wohnbereich. Die Arbeit lohnt doppelt, weil dieselben Öffnungen auch Fliegen und Gelsen den Weg bahnen.
Zwei Arten dominieren den Wohnbereich: die Hauswinkelspinne, braun, kräftig und behaart, mit ihrem Trichternetz in Ecken und Kellern, sowie die Zitterspinne mit dünnem Körper und langen Beinen, die kopfüber unter der Zimmerdecke hängt. Beide Arten sind harmlos.
Die Hauswinkelspinne erreicht mit den Beinen mehrere Zentimeter Spannweite und läuft sehr schnell. Ihr Netz ist eine flache Fläche mit einem Trichter als Rückzugsraum, meist in Ecken, hinter Möbeln, im Keller und in der Garage. Angriffslustig ist sie nicht, bei Störung flüchtet sie.
Die Zitterspinne baut ein unregelmäßiges Netz unter Decken und in Zimmerecken. Bei Erschütterung versetzt sie sich in schnelle Schwingungen, daher der Name. Sie jagt andere Spinnen, auch größere Hauswinkelspinnen, und hält deren Zahl damit niedrig. Ihre alten Netzreste hängen als Staubfäden an der Decke.
Seltener, aber zunehmend gemeldet, ist die Nosferatu-Spinne, eine ursprünglich mediterrane Art, die sich in Österreich in Gebäuden etabliert hat. Sie baut kein Fangnetz, sondern jagt frei laufend. Auch sie ist für Menschen ungefährlich. Weberknechte mit ihren fadendünnen Beinen sind streng genommen keine Spinnen und ebenfalls harmlos.






Mit dem Staubsauger und der Fugendüse, in allen Ecken, hinter Möbeln, an Türstöcken und in Kellerräumen. Wichtig sind die Eikokons, also die kleinen weißlichen Pakete im Netz. Bleiben sie hängen, schlüpfen dort in wenigen Wochen neue Tiere.
Die Reihenfolge spart Arbeit. Erst grob mit dem Besen, danach mit der Fugendüse in die Fugen von Fensterlaibung, Sockelleiste und Türstock. Anschließend den Staubsaugerbeutel entsorgen oder den Behälter im Freien entleeren. In Kellern und Garagen genügt ein Durchgang im Frühjahr und einer im Herbst.
Außen liegt der eigentliche Nachschub. Netze an Fassade, Fensterlaibung, Rollokasten, Lichtschacht und unter Vordächern versorgen die Innenräume laufend nach. Wer nur innen putzt, wiederholt das alle drei Wochen. Wer außen mitmacht, hat deutlich länger Ruhe.
Die Beleuchtung ist ein unterschätzter Hebel. Außenlampen ziehen Insekten an, Insekten ziehen Spinnen an, und deshalb sitzen die dichtesten Netze rund um Hauseingang und Terrassenleuchte. Warmweißes Licht, geringere Leistung oder ein Bewegungsmelder senken den Zuflug und damit die Netzdichte.
In Wiener Altbauten sind Lichtschacht, Rollokasten und Kellerabgang die drei Stellen, an denen sich Spinnen dauerhaft halten. Der Lichtschacht sammelt Laub und Insekten, der Rollokasten bietet einen trockenen, ungestörten Hohlraum mit direkter Verbindung nach innen, der Kellerabgang verbindet Feuchte und Dunkelheit. Wer diese drei Stellen zweimal jährlich ausräumt und die Fuge des Rollokastens abdichtet, senkt die Zahl der Tiere im Wohnraum spürbar, und zwar ohne jedes Mittel.
Es hilft: abdichten, Netze samt Kokons entfernen, Beuteinsekten reduzieren. Es hilft nicht: Rosskastanien, Lavendelöl, Pfefferminzspray und Ultraschallgeräte. Für keine dieser vier Methoden gibt es einen belastbaren Wirknachweis, und Insektizide im Wohnraum stehen in keinem Verhältnis zum Anlass.
Abdichten ist die einzige Maßnahme mit Dauerwirkung. Zu prüfen sind Fensterdichtungen, Kellerfenster ohne Gitter, Spalten unter Eingangstüren, Rollokastenfugen, Lüftungsöffnungen und Durchführungen von Leitungen. Bürstendichtungen an Türen und feinmaschige Gitter an Kellerfenstern erledigen den Großteil der Arbeit.
Hausmittel halten sich hartnäckig, weil sie harmlos sind. Rosskastanien in der Zimmerecke haben keine belegte Wirkung auf Spinnen, ätherische Öle wirken höchstens für Stunden auf kleiner Fläche. Ultraschallgeräte werden seit Jahrzehnten verkauft, ohne dass eine überprüfbare Wirkung auf Spinnen gezeigt wurde.
Spinnensprays treffen das einzelne Tier und hinterlassen einen Wirkstoffbelag im Wohnraum. Für ein Tier, das weder Schaden anrichtet noch Krankheiten überträgt, ist das der falsche Aufwand. In Wohnungen mit Kindern und Haustieren ist Zurückhaltung besonders angebracht.
Insektizide gegen Spinnen sind Biozidprodukte. Ihr Einsatz ist an Zulassung und Gebrauchsanweisung gebunden, und Wirkstoffbeläge bleiben nach dem Sprühen auf Oberflächen zurück. In Wohnräumen mit Kindern, in Küchen und in Bereichen mit offenen Lebensmitteln ist davon abzusehen. Spinnen unterliegen in Österreich keiner Bekämpfungspflicht. Wer Tiere aus der Wohnung bringen will, nutzt ein Glas mit Karton oder einen Spinnenfänger mit langem Griff.
Bei Angst hilft ein fester Ablauf: ein Glas über das Tier stülpen, einen Karton darunterschieben, beides hinaustragen. Ein Spinnenfänger mit langem Griff hält zusätzlich Abstand. Eine ausgeprägte Arachnophobie behandelt eine Verhaltenstherapie mit gestufter Konfrontation wirksam.
Angst vor Spinnen ist verbreitet und nichts, was man sich ausredet. Hilfreich sind praktische Vorkehrungen: ein Spinnenfänger griffbereit, Netze regelmäßig entfernt, Fenster abgedichtet, sodass es weniger Begegnungen gibt. Wer im Alltag stark eingeschränkt ist, findet in einer Verhaltenstherapie die wirksamste Hilfe.
Ein Fachbetrieb ist bei Spinnen selten nötig. Sinnvoll wird eine Beauftragung in Gewerbeobjekten: in Lagerhallen mit hohem Netzaufkommen, in Lebensmittelbetrieben, wo Netze über Ware bei einer Kontrolle beanstandet werden, und in Objekten mit starkem Insektendruck. Behandelt wird dort die Ursache, also der Insektenzuflug.
Für den Wohnbereich ist der ehrlichste Rat, das Geld zu sparen. Wer weniger Spinnen will, reduziert Beuteinsekten. Damit sind Fliegen, Fruchtfliegen und Abflussfliegen die eigentlichen Ansatzpunkte, und dafür gibt es auf diesem Portal jeweils eigene Seiten mit dem passenden Vorgehen.

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Diese Seite verkauft nichts, und das ist Absicht. Spinnen sind der seltene Fall, in dem die richtige Antwort lautet: nichts tun, außer putzen und abdichten. Ein Auftrag an einen Fachbetrieb bringt im Wohnbereich keinen Nutzen, der über eine gründliche Reinigung hinausgeht, und wir schreiben das lieber hin, als eine Leistung zu vermitteln, die niemand braucht. Anders liegt der Fall in Lagerhallen, Produktionsbetrieben und Lebensmittelbereichen, wo Netze über Ware zum Kontrollthema werden. Dort ist der Ansatz ohnehin die Bekämpfung der Beuteinsekten und nicht der Spinnen selbst. Wer in der Wohnung dauerhaft weniger Spinnen sehen will, hat drei Aufgaben: Netze zweimal im Jahr entfernen, Fugen und Kellerfenster schließen und die Außenbeleuchtung zurücknehmen. Das kostet einen Nachmittag und wirkt länger als jedes Spray.
Sie brauchen Hilfe? Über das Anfrageformular weiter unten melden Sie Ihr Anliegen in sieben kurzen Schritten, danach meldet sich ein befugter Fachbetrieb aus Ihrer Umgebung.
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Für Menschen nicht. Die Arten in Wohnungen beißen kaum, und ihre Kieferklauen dringen selten durch die Haut. Der Ammen-Dornfinger kann schmerzhaft beißen, lebt aber in hohem Gras und auf Wiesen statt in Gebäuden. Wer nach einem Biss anhaltende Beschwerden hat, klärt das ärztlich ab.
Eine feste Zahl gibt es nicht, sie hängt von Insektenangebot, Feuchte und Bauart ab. In Altbauten mit Kellerabgang, Lichtschächten und Rollokästen halten sich mehr Tiere als in dicht gebauten Neubauwohnungen. Sichtbar wird immer nur ein Bruchteil, der Rest sitzt in Fugen und hinter Möbeln.
Ja. Hausspinnen finden im Freien schwerer Nahrung als im Gebäude, und der Rückweg bleibt ihnen verwehrt, sobald Fugen und Fenster abgedichtet sind. Setzen Sie die Tiere ein Stück vom Haus entfernt aus, am besten unter einem Strauch. Im Winter eignet sich ein frostfreier Schuppen besser.
Sie ist auf ihrer Wanderung hineingefallen und kommt an der glatten Wand nicht mehr hoch. Aus dem Abfluss kriecht sie nicht herein, denn der Geruchsverschluss steht voll Wasser. Ein Handtuch über den Wannenrand reicht als Ausstiegshilfe, danach lässt sich das Tier mit Glas und Karton hinaustragen.
Nein. Für Ultraschallvertreiber gibt es keinen überprüfbaren Wirknachweis gegen Spinnen oder Insekten, weder für die Reichweite noch für den behaupteten Effekt. Das Geld ist in Bürstendichtungen für Türen, Gitter für Kellerfenster und eine Fugendüse für den Staubsauger besser angelegt. Diese drei Anschaffungen wirken sofort und halten jahrelang.
In Gewerbeobjekten mit starkem Netzaufkommen, etwa in Lagerhallen, Produktionsräumen und Lebensmittelbetrieben, wo Netze über offener Ware bei einer Kontrolle beanstandet werden. Behandelt wird dort der Insektenzuflug als eigentliche Ursache. Im Wohnbereich reichen Reinigung und Abdichtung, eine Beauftragung bringt keinen Zusatznutzen.
Stand der Recherche: Juli 2026. Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.
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