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Silberfische
loswerden.
Ursache, Mittel, Vorbeugung

Silberfische verschwinden dauerhaft nur, wenn die Feuchtigkeit weg ist.
Welche Art bei Ihnen lebt und warum das den Unterschied macht.
Was in Wiener Altbauwohnungen wirklich hilft und was nur Geld kostet.
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Silberfische loswerden: Ursache finden, bekämpfen, vorbeugen

Silberfische werden Sie los, indem Sie die relative Luftfeuchte dauerhaft unter 50 Prozent senken, Fugen und Ritzen abdichten, Nahrungsquellen wie Papier, Krümel und Schimmel entfernen und die verbliebenen Tiere mit Klebefallen oder Ködern abfangen. Sprays allein wirken nur auf sichtbare Tiere, die Eier in den Ritzen bleiben.

Kurz zusammengefasst

Das Silberfischchen (Lepisma saccharinum) ist ein 7 bis 11 mm langes, silbrig beschupptes, flügelloses Insekt, das nachts aktiv ist und tagsüber in feuchten Ritzen sitzt. Es braucht eine relative Luftfeuchte von über 75 Prozent, um sich zu vermehren, und stirbt unter 50 Prozent auf Dauer aus. Einzelne Tiere im Bad sind in Wiener Wohnungen normal, viele Tiere zeigen ein Feuchteproblem an. Wer Silberfische loswerden will, senkt zuerst die Feuchte und schließt die Verstecke; Fallen und Köder erledigen den Rest. Das größere Papierfischchen kommt mit trockener Luft zurecht und wird anders bekämpft.

Woran erkennt man Silberfische, und welche Art lebt bei Ihnen?

Silberfischchen sind 7 bis 11 mm lang, silbrig glänzend, flügellos und tragen drei Schwanzanhänge, die deutlich kürzer sind als der Körper. Ist das Tier größer, matt grau und sind die Anhänge fast körperlang, handelt es sich um ein Papierfischchen. Diese Unterscheidung entscheidet über die Bekämpfung.

Das Silberfischchen bewegt sich in schnellen, schlängelnden Bewegungen, daher der Name. Der Körper ist tropfenförmig, vorne breit und hinten spitz zulaufend, mit zwei langen Fühlern und drei Anhängen am Hinterleib. Die silbrige Farbe entsteht durch Schuppen, die sich erst nach der dritten Häutung bilden. Jungtiere sind deshalb weißlich und unscheinbar.

Sie treffen die Tiere fast nur nachts an, meist wenn Sie im Bad oder in der Küche das Licht einschalten. Tagsüber sitzen sie in Silikonfugen, hinter Sockelleisten, unter der Badewannenverkleidung, in Rohrdurchführungen und hinter losen Tapeten. Wer am Tag mehrere Tiere offen sieht, hat in der Regel einen größeren Bestand in den Ritzen.

Das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudatum) wird 11 bis 15 mm lang, wirkt matt grau statt glänzend, ist stärker behaart, und seine drei Schwanzanhänge erreichen fast die Körperlänge. Es braucht keine feuchten Räume, sondern lebt in der ganzen Wohnung, bevorzugt in Bücherregalen, Kartons, Archiven und hinter Bildern. In Wien wird es seit einigen Jahren zunehmend gemeldet, oft eingeschleppt über Umzugskartons und Versandverpackungen. Wie Sie Papierfischchen bekämpfen, beschreiben wir auf einer eigenen Seite, weil Lüften dort nichts bringt.

Seltener ist das Ofenfischchen (Thermobia domestica). Es ist braun gefleckt, liebt Temperaturen über 30 Grad und findet sich in Bäckereien, Heizungskellern und hinter Backöfen, in Wohnungen praktisch nie.

Wenn Sie unsicher sind, welches Tier Sie vor sich haben, hilft die Übersicht Welches Insekt ist das? mit den häufigsten Verwechslungen in Wiener Wohnungen. Ein Foto von oben mit einem Maßstab daneben, etwa einer Münze, reicht dem Fachbetrieb für eine erste Einschätzung.

Aus der Praxis

Die schnellste Bestandsaufnahme sind vier bis sechs Klebefallen für eine Woche: je eine im Bad hinter dem WC, unter dem Waschbecken, in der Küche unter der Spüle, im Vorzimmer an der Sockelleiste und je eine in Schlafzimmer und Wohnzimmer. Fangen Sie nur im Bad und in der Küche, ist es ein Feuchteproblem mit Silberfischchen. Fangen Sie überall, auch in trockenen Räumen mit Büchern und Kartons, sprechen Sie mit dem Fachbetrieb über Papierfischchen.

Warum sind Silberfische in der Wohnung, und was bedeutet das?

Silberfischchen sind in der Wohnung, weil sie dort Feuchtigkeit, Wärme und Nahrung finden. Sie vermehren sich nur bei einer relativen Luftfeuchte über 75 Prozent und Temperaturen um 25 bis 30 Grad. Viele Tiere bedeuten deshalb fast immer: Irgendwo ist es dauerhaft zu feucht.

Die häufigsten Feuchtequellen in Wiener Wohnungen sind innenliegende Bäder ohne Fenster, deren Abluftventilator zu schwach ist oder zu früh abschaltet, undichte Silikonfugen an Wanne und Dusche, tropfende Siphons unter Spüle und Waschbecken, Waschmaschinen und Wäscheständer in kleinen Räumen sowie aufsteigende Feuchte in Erdgeschoß- und Souterrainwohnungen von Gründerzeithäusern.

Als Nahrung dient alles, was Stärke oder Zellulose enthält: Tapetenkleister, Papier, Kartons, Buchbindungen, Krümel, Mehlstaub, aber auch Hautschuppen, Haare, Schimmelpilze und Textilfasern aus Baumwolle oder Viskose. Laut Umweltbundesamt kommen die Tiere monatelang ohne Nahrung aus, Feuchte ist der begrenzende Faktor, nicht das Futter.

Ein Silberfischchen lebt mehrere Jahre und häutet sich sein Leben lang. Das Weibchen legt seine Eier in kleinen Gruppen in Ritzen ab, über die Lebenszeit rund 100 Stück. Die Entwicklung vom Ei zum ausgewachsenen Tier dauert je nach Bedingungen einige Monate bis über ein Jahr. Deshalb kommen nach einer reinen Sprühbehandlung wenige Wochen später wieder Tiere zum Vorschein: Die Eier waren geschützt.

In Wien haben Silberfische zwei Hochphasen. Im Sommer, wenn schwüle Außenluft beim Lüften in kühle Altbauwohnungen strömt und dort an Wänden und Fliesen kondensiert. Und im Spätherbst vor Beginn der Heizperiode, wenn Wohnungen ausgekühlt sind und die Feuchte aus Duschen und Kochen nicht mehr abtrocknet.

Einzelne Tiere sind kein Grund zur Sorge. Fast jede Wohnung in einem älteren Wiener Haus beherbergt ein paar Silberfischchen im Bad. Zum Problem wird es, wenn Sie täglich mehrere Tiere sehen, wenn sie in Schlaf- und Wohnräumen auftauchen oder wenn sich zusätzlich Stockflecken oder ein muffiger Geruch zeigen. Dann ist der Befall ein Symptom, und Sie sollten der Feuchtigkeit nachgehen, bevor Schimmel entsteht.

Wichtiger Hinweis

Ein Hygrometer für wenige Euro zeigt Ihnen, ob Ihre Wohnung Silberfischen Lebensraum bietet. Messen Sie einige Tage lang morgens im Bad und abends im Schlafzimmer. Werte dauerhaft über 60 Prozent sind zu hoch, über 70 Prozent ist Schimmelgefahr. Unter 50 Prozent verschwinden Silberfischchen von selbst, auch ohne jedes Mittel.

Sind Silberfische gefährlich oder schädlich?

Silberfischchen sind für Menschen ungefährlich. Sie beißen nicht, stechen nicht und übertragen nach heutigem Wissen keine Krankheiten. Schäden entstehen an Papier, Fotos, Tapeten, Büchern und stärkehaltigen Textilien, bei Silberfischchen meist gering, bei Papierfischchen erheblich.

Der eigentliche Nutzen der Tiere ist ihre Rolle als Anzeiger. Wo Silberfischchen in Zahl leben, ist die Luftfeuchte hoch genug für Schimmelpilze. Schimmel wiederum ist ein gesundheitliches Thema, vor allem für Menschen mit Atemwegsproblemen und Allergien. Wer den Befall ernst nimmt, schützt in erster Linie die Bausubstanz und das Raumklima.

Fraßschäden zeigen sich als unregelmäßige, oberflächliche Schabstellen auf Papier, als abgelöste Tapetenränder und als kleine Löcher in gestärkter Wäsche oder Baumwollstoffen. Silberfischchen fressen langsam und in kleinen Mengen. Ein Buchregal oder ein Fotoalbum wird von ihnen selten ernsthaft beschädigt.

Anders beim Papierfischchen: Es lebt gezielt an Papier und kann Archive, Bibliotheken, Kunstsammlungen und Aktenlager schwer schädigen. Betriebe mit Papierlagern, Kanzleien, Museen und Druckereien in Wien behandeln einen Papierfischchenbefall daher wie einen Materialschädling und lassen ihn früh professionell bewerten.

Ekel und Schlafqualität spielen ebenfalls eine Rolle. Viele Menschen empfinden die nächtlichen Tiere im Bad als belastend, gerade in Wohnungen mit Kindern. Das ist ein legitimer Grund, den Befall zu beenden, auch wenn keine Gesundheitsgefahr besteht.

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Wie wird man Silberfische wieder los?

Silberfische loswerden gelingt in vier Schritten: Luftfeuchte auf unter 50 Prozent senken, Fugen und Ritzen abdichten, Nahrung entziehen und die restlichen Tiere mit Klebefallen oder Ködern abfangen. Wer nur sprüht, tötet die sichtbaren Tiere und lässt die Eier in den Ritzen zurück.

Schritt 1, Feuchte senken. Lüften Sie zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Minuten mit weit geöffnetem Fenster, nach dem Duschen sofort. In Bädern ohne Fenster lassen Sie den Ventilator mindestens 15 Minuten nachlaufen oder stellen die Tür offen. Heizen Sie Bad und Küche in der kühlen Jahreszeit auf mindestens 18 Grad, kalte Wände ziehen Feuchte an. Trocknen Sie Wäsche nicht in kleinen Räumen, und beheben Sie tropfende Siphons und undichte Fugen. Ein elektrischer Luftentfeuchter hilft in Souterrainwohnungen, ersetzt aber keine Sanierung aufsteigender Feuchte.

Schritt 2, Verstecke schließen. Erneuern Sie schimmelige oder gerissene Silikonfugen an Wanne, Dusche und Waschbecken. Dichten Sie Rohrdurchführungen und Spalten hinter Sockelleisten mit Acryl oder Silikon ab. Kleben Sie lose Tapetenränder wieder an. Jede geschlossene Ritze ist ein Ablageplatz für Eier weniger.

Schritt 3, Nahrung entziehen. Saugen Sie Bad, Küche und Vorzimmer gründlich, auch entlang der Leisten und hinter beweglichen Möbeln, und leeren Sie den Staubsaugerbeutel danach außerhalb der Wohnung. Lagern Sie Kartons, Zeitungsstapel und Papier nicht in feuchten Räumen. Entfernen Sie Schimmelstellen an Fugen und Wänden, sie sind eine wichtige Nahrungsquelle.

Schritt 4, Tiere abfangen. Klebefallen aus dem Fachhandel an den Laufwegen fangen die aktiven Tiere und zeigen, ob der Bestand zurückgeht. Als Hausmittel bewährt hat sich eine halbierte, angefeuchtete Kartoffel oder ein feuchtes Tuch, das Sie abends auf den Boden legen und morgens samt Tieren entsorgen. Kieselgur, fein in Ritzen und hinter Leisten ausgebracht, trocknet die Tiere aus, ohne Gift zu enthalten. Halten Sie das Mittel von Kindern und Haustieren fern und atmen Sie den Staub nicht ein.

Was nicht hilft: Backpulver-Zucker-Mischungen, Lavendel, Zitronenduft und Essigwasser vertreiben Silberfische kurzfristig oder gar nicht und beseitigen keine Eier. Insektensprays aus dem Supermarkt töten die getroffenen Tiere, verteilen den Rest in Nachbarräume und belasten die Raumluft. Wenn Sie ganz auf Wirkstoffe verzichten wollen, ist Schädlingsbekämpfung ohne Gift mit Feuchtemanagement, Fallen und Kieselgur der richtige Weg, er dauert nur etwas länger.

Rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen, bis Sie kaum noch Tiere sehen, und mit zwei bis drei Monaten, bis auch die letzten Jungtiere aus den Eiern abgefangen sind. Kontrollieren Sie die Klebefallen wöchentlich. Steigt die Zahl der Fänge nach anfänglichem Rückgang wieder, ist die Feuchtequelle noch nicht gefunden.

Aus der Praxis

Der häufigste Fehler in Wiener Altbauwohnungen ist das gekippte Fenster im Bad. Ein den ganzen Tag gekipptes Fenster kühlt die Wandflächen aus, tauscht aber kaum Luft. Die Feuchte kondensiert an den kalten Wänden und Fliesen, genau dort, wo die Silberfische sitzen. Kurz und kräftig lüften, danach schließen und heizen, das trocknet den Raum wirklich.

Wann braucht es den Fachbetrieb, und was kostet das in Wien?

Ein Fachbetrieb ist sinnvoll, wenn nach vier Wochen konsequenter Feuchtesenkung und Fallen weiterhin täglich Tiere auftauchen, wenn der Befall mehrere Wohnungen eines Hauses betrifft oder wenn es sich um Papierfischchen handelt. Eine Behandlung gegen Silberfischchen in einer Wiener Wohnung kostet meist zwischen 89 und 250 Euro.

Der Fachbetrieb beginnt mit einer Inspektion: Er misst die Luftfeuchte, sucht die Verstecke mit Lampe und Spiegel ab, prüft Fugen, Rohrdurchführungen und Hohlräume und bestimmt die Art. Erst danach wird behandelt, in der Regel mit Gelködern oder Köderpunkten in den Ritzen, die die Tiere aufnehmen und in die Verstecke tragen, ergänzt durch Kieselgur an Laufwegen. Großflächiges Sprühen ist in Wohnungen heute die Ausnahme.

Für die Kosten der Schädlingsbekämpfung in Wien gilt: Eine einfache Behandlung einer Wohnung inklusive Beratung liegt bei etwa 89 bis 150 Euro, mit Nachkontrolle nach zwei bis drei Wochen bei bis zu 250 Euro. Teurer wird es, wenn mehrere Wohnungen oder ein ganzes Stiegenhaus behandelt werden oder wenn Papierfischchen in Archiven und Lagern bekämpft werden müssen. Verlangen Sie einen Fixpreis nach der Inspektion, nicht am Telefon.

In Mietwohnungen stellt sich die Frage, wer zahlt. Grundsätzlich sind Silberfische in der eigenen Wohnung Sache der Mieterin oder des Mieters, weil sie meist mit dem Wohnverhalten zusammenhängen. Anders liegt der Fall, wenn die Feuchtigkeit aus der Bausubstanz kommt, etwa durch aufsteigende Nässe, undichte Leitungen in der Wand oder ein defektes Abluftsystem. Dann ist der Vermieter für die Behebung der Ursache zuständig. Wie das im Detail geregelt ist und wie Sie den Befall dokumentieren, lesen Sie unter Mieter oder Vermieter.

In Wohnhausanlagen lohnt ein Blick über die eigene Wohnung hinaus. Treten Silberfische in mehreren Wohnungen desselben Stiegenhauses auf, liegt die Ursache oft in feuchten Kellern, Steigschächten oder einer gemeinsamen Abluftanlage. Dann sollte die Hausverwaltung eingebunden werden, sonst wandern die Tiere über die Schächte immer wieder nach.

Wie beugt man Silberfischen dauerhaft vor?

Dauerhaft vorbeugen heißt, die Luftfeuchte ganzjährig unter 60 Prozent zu halten, Fugen dicht zu halten, Papier und Kartons trocken zu lagern und Neuzugänge wie Umzugskartons und Gebrauchtmöbel zu kontrollieren. Wer das einhält, sieht höchstens noch einzelne Tiere.

Ein Hygrometer in Bad und Schlafzimmer macht die Feuchte sichtbar und erinnert ans Lüften. Ab Mitte Oktober, wenn in Wien die Heizperiode beginnt, fällt die Luftfeuchte in beheizten Räumen meist von selbst. Kritisch sind die Wochen davor und die Sommermonate mit schwüler Außenluft: Lüften Sie im Sommer früh morgens oder spät abends, wenn die Außenluft kühler und trockener ist als die Raumluft.

Prüfen Sie Silikonfugen einmal im Jahr und erneuern Sie sie, sobald sie sich lösen oder schwarz werden. Halten Sie den Bereich unter Spüle und Waschbecken trocken und kontrollieren Sie Siphons nach jedem Verstopfen oder Reinigen auf Tropfwasser. Stellen Sie Waschmaschine und Wäscheständer möglichst nicht in fensterlose Räume.

Lagern Sie Bücher, Akten und Fotos nicht an Außenwänden und nicht am Boden feuchter Räume. Kartons vom Umzug oder aus dem Versandhandel gehören nach dem Auspacken zügig ins Altpapier, denn sie sind der häufigste Weg, auf dem Papierfischchen in Wiener Wohnungen gelangen. Gebrauchtmöbel und Bilderrahmen vom Flohmarkt sehen Sie sich vor dem Aufstellen von hinten an.

Wenn in Ihrem Haus regelmäßig Feuchteprobleme auftreten, ist eine dauerhafte Schädlingsprävention mit Monitoringfallen an den neuralgischen Stellen sinnvoll. Sie zeigt frühzeitig, wenn der Bestand wieder wächst, lange bevor Tiere am Tag sichtbar werden. Fachbetriebe bieten das für Wohnhausanlagen und Betriebe als Kontrollintervall an.

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Wir analysieren das Problem und finden die Ursache.

Schritt 2: gezielte Behandlung gegen den Schädlingsbefall

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Sichere, effektive und umweltfreundliche Maßnahmen.

Schritt 3: Vorbeugung und dauerhafter Schutz vor Schädlingen

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Vorbeugung gegen zukünftige Schädlingsbefälle.

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Sie genießen wieder ein sauberes und geschütztes Zuhause.

Unser Ablauf. Ihr Schutz.

Was das für Sie bedeutet.

Unsere Einschätzung

Die verbreitete Annahme lautet, Silberfische seien mit dem richtigen Spray erledigt. Unsere Erfahrung aus Wiener Wohnungen ist eine andere: Die Tiere sind ein Messgerät für Feuchtigkeit. Wer die Feuchte nicht senkt, kann sprühen, so oft er will, die nächste Generation schlüpft aus den Eiern in den Fugen. Wer die Feuchte senkt, wird die Silberfischchen auch ohne Gift los und beugt gleichzeitig Schimmel vor. Der Fachbetrieb ist dann gefragt, wenn die Ursache im Haus liegt, wenn mehrere Wohnungen betroffen sind oder wenn es sich um Papierfischchen handelt, die auf Lüften nicht reagieren.

Das Wichtigste in Kürze
  • Silberfischchen sind 7 bis 11 mm groß, silbrig glänzend, flügellos und nachtaktiv; Papierfischchen sind größer, matt grau und brauchen keine Feuchtigkeit.
  • Sie vermehren sich nur bei einer relativen Luftfeuchte über 75 Prozent und sterben unter 50 Prozent auf Dauer aus; Feuchte ist der Schlüssel, nicht das Futter.
  • Silberfische sind ungefährlich, beißen nicht und übertragen keine Krankheiten; viele Tiere zeigen aber ein Feuchteproblem und damit Schimmelgefahr an.
  • Loswerden in vier Schritten: kurz und kräftig lüften und heizen, Fugen und Ritzen abdichten, Papier und Krümel entfernen, Klebefallen oder Kieselgur einsetzen.
  • Sprays, Duftmittel und Backpulver beseitigen keine Eier; nach zwei bis vier Wochen ohne Rückgang oder bei Befall in mehreren Wohnungen ist der Fachbetrieb dran.
  • Eine Behandlung in Wien kostet meist 89 bis 250 Euro; kommt die Feuchte aus der Bausubstanz, ist die Ursachenbehebung Sache des Vermieters.

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Häufige Fragen.

Was ist das beste Mittel gegen Silberfische?

Das wirksamste Mittel ist trockene Luft. Unter 50 Prozent relativer Luftfeuchte überleben Silberfischchen und ihre Eier nicht dauerhaft. Als Ergänzung wirken Klebefallen an den Laufwegen und Kieselgur in Ritzen. Sprays töten nur die sichtbaren Tiere und lassen die Eier zurück.

Wie bekommt man Silberfische für immer weg?

Indem Sie die Ursache beseitigen: undichte Fugen, tropfende Siphons, zu wenig Lüftung oder Feuchte aus der Bausubstanz. Danach fangen Sie die verbliebenen Tiere über zwei bis drei Monate mit Fallen ab, bis auch die Jungtiere aus den letzten Eiern weg sind. Bleibt die Feuchte niedrig, kommen sie nicht wieder.

Warum sind Silberfische ein Warnsignal?

Weil sie dieselben Bedingungen brauchen wie Schimmelpilze: dauerhaft feuchte, warme Ecken. Viele Silberfischchen im Bad, in der Küche oder gar im Schlafzimmer bedeuten, dass die Luftfeuchte dort regelmäßig über 70 Prozent liegt. Das schadet auf Dauer der Bausubstanz und der Gesundheit.

Beißen Silberfische, und sind sie gefährlich?

Nein. Silberfischchen beißen und stechen nicht und übertragen keine Krankheiten. Sie können Papier, Fotos, Tapeten und stärkehaltige Textilien anfressen, in Wohnungen aber meist nur geringfügig. Ernsthafte Materialschäden verursacht vor allem das Papierfischchen.

Wie viele Silberfische sind normal?

Einzelne Tiere, die Sie gelegentlich nachts im Bad sehen, sind in älteren Wiener Häusern normal und kein Befall. Sehen Sie täglich mehrere Tiere, tagsüber Tiere im Freien oder Tiere in Wohn- und Schlafräumen, ist der Bestand groß und die Feuchte zu hoch.

Muss der Vermieter bei Silberfischen zahlen?

In der Regel nicht, wenn die Tiere mit dem Wohnverhalten zusammenhängen. Kommt die Feuchtigkeit aber aus der Bausubstanz, etwa durch aufsteigende Nässe, undichte Leitungen oder eine defekte Abluftanlage, ist der Vermieter für die Behebung der Ursache zuständig. Dokumentieren Sie den Befall mit Fotos und Feuchtemessungen.

Quellen und Grundlagen

  • Umweltbundesamt (Deutschland): Schädlingsratgeber, Silberfischchen (Lepisma saccharinum), umweltbundesamt.de. Biologie, Feuchte- und Temperaturansprüche, Lebensdauer, Hungerfähigkeit und Empfehlungen zur Bekämpfung.
  • Verbraucherzentrale NRW: Silberfischchen, wie kann man sie loswerden?, verbraucherzentrale.nrw. Ursachen in der Wohnung, Lüften, Fallen und Hausmittel im Vergleich.
  • Institut für Schädlingskunde: Steckbriefe Silberfischchen und Papierfischchen, schaedlingskunde.de. Körpermaße, Unterscheidungsmerkmale der Arten und Lebensweise.
  • ADAC: Silberfische im Haus bekämpfen, Ursachen, Mittel und Tipps, adac.de. Überblick zu Hausmitteln, Fallen und Vorbeugung.

Stand der Recherche: September 2026. Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.

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