
Fünf sichere Zeichen am Bett statt Rätselraten über Stiche.
Bisse von Gelsen und Flöhen unterscheiden.
Was sofort hilft und was den Befall verteilt.
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Bettwanzen erkennen Sie an fünf Zeichen: lebende Tiere von 4 bis 6 mm in Matratzennähten, schwarze Kotpunkte von 0,5 bis 1 mm, durchsichtige Häutungshüllen, cremefarbene Eier von 1 mm und Stiche in Reihen. Ein Zeichen allein beweist wenig, drei zusammen bestätigen den Befall.
Die Bettwanze ist ein 4 bis 6 mm großes, flaches, rotbraunes Insekt, das nachts Blut saugt und tagsüber in Ritzen am Bett sitzt. Sichere Belege sind Tiere, Kotpunkte, Häutungshüllen und Eier an Matratzennaht, Lattenrost und Bettrahmen. Stiche zeigen sich als Reihen von drei und mehr Quaddeln an unbedeckter Haut, oft erst Stunden bis Tage später. Bettwanzen kommen über Reisegepäck, Gebrauchtmöbel und Nachbarwohnungen ins Haus, nicht durch mangelnde Hygiene. Laut Umweltbundesamt ist die professionelle Bekämpfung wegen der versteckten Lebensweise und der Wirkstoffresistenzen der verlässliche Weg.
Sicher erkennen Sie Bettwanzen an vier materiellen Spuren: an lebenden oder toten Tieren, an schwarzen Kotpunkten von 0,5 bis 1 mm, an leeren Häutungshüllen und an cremefarbenen Eiern von 1 mm Länge. Alle vier sitzen am Schlafplatz, vor allem an Matratzennaht und Lattenrost.
Die Bettwanze (Cimex lectularius) ist ein flügelloses, abgeflachtes Insekt mit sechs Beinen und rotbrauner Farbe. Laut Umweltbundesamt misst ein ausgewachsenes Tier 5 bis 6 mm, vollgesogen bis zu 9 mm. Die Jungtiere, die Nymphen, sind 1 bis 4 mm groß, blassgelb und nach der Blutmahlzeit rötlich durchscheinend.
Kotpunkte sind das häufigste Zeichen. Bettwanzen scheiden verdautes Blut als schwarze Punkte von 0,5 bis 1 mm aus, meist in Gruppen an Nähten, Ecken und Laufwegen. Auf einem feuchten weißen Tuch verläuft dieser Kot rostbraun, Schmutz und Schimmel bleiben schwarz.
Häutungshüllen belegen einen aktiven Befall. Jede Bettwanze durchläuft laut Umweltbundesamt fünf Jugendstadien und häutet sich vor jedem Stadium. Die leeren Hüllen sind durchsichtig bis hellbraun, haben die Form des Tiers und liegen in den Verstecken.
Eier finden sich nur bei genauem Blick. Ein Weibchen legt im Laufe seines Lebens 350 bis 400 Eier, jeweils rund 1 mm lang, cremefarben und mit Sekret an Holz, Stoff oder Papier geklebt. Eier bedeuten, dass die nächste Generation bereits heranwächst.
Ein süßlich-muffiger Geruch tritt erst bei starkem Befall auf. Er stammt aus Drüsensekreten der Tiere. Wer diesen Geruch wahrnimmt, hat bereits Hunderte Tiere im Raum und braucht keine weitere Bestätigung mehr.
Die schnellste Bestätigung liefert eine Monitoringfalle. Stellen Sie unter jedes Bettbein eine flache Schale mit glatter Innenwand, wie sie Fachbetriebe als Interceptor einsetzen, und prüfen Sie sie sieben Nächte lang jeden Morgen. Bettwanzen laufen auf dem Weg zum Schläfer hinein und kommen an der glatten Wand nicht mehr heraus. Ein Tier in der Schale beweist den Befall. Eine leere Schale nach sieben Nächten spricht bei gleichzeitig fehlenden Kotspuren gegen einen Befall am Bett. Der Test kostet unter 20 Euro und erspart das Umräumen der Wohnung, das den Befall verteilt.
Bettwanzenbisse erscheinen als rote, juckende Quaddeln in Reihen oder Gruppen von drei und mehr Stichen an nachts unbedeckter Haut, etwa an Armen, Schultern, Hals und Beinen. Die Reaktion zeigt sich Stunden bis Tage später, bei einem Teil der Menschen bleibt sie ganz aus.
Der Stich selbst bleibt unbemerkt. Laut Umweltbundesamt dauert eine Blutmahlzeit 3 bis 10 Minuten, der Speichel enthält betäubende und gerinnungshemmende Stoffe. Deshalb wachen Betroffene nicht auf, und kleine Blutflecken auf dem Leintuch entstehen durch das Nachbluten der Einstichstelle.
Das Muster unterscheidet Bettwanzen von Gelsen und Flöhen. Bettwanzen stechen mehrfach dicht nebeneinander in einer Linie, weil das Tier nach jedem Stich ein Stück weiterläuft. Gelsenstiche sitzen einzeln und verstreut und treten im Sommer auch tagsüber auf. Flohstiche konzentrieren sich an Knöcheln und Unterschenkeln und stammen in der Regel aus einem Haushalt mit Hund oder Katze.
Die Hautreaktion ist kein verlässlicher Beweis. Die Quaddeln entstehen durch eine allergische Reaktion auf den Speichel, und diese Reaktion fällt von Person zu Person verschieden aus: Ein Partner zeigt dutzende Quaddeln, der andere im selben Bett keine einzige. Stiche begründen deshalb den Verdacht, Spuren am Bett bestätigen ihn.
Bettwanzen übertragen nach heutigem Kenntnisstand keine Krankheitserreger auf den Menschen. Die Folgen sind Juckreiz, Schlafstörungen, aufgekratzte und entzündete Stellen und psychische Belastung. Bei starkem Juckreiz helfen kühlende Gele und Antihistaminika aus der Apotheke.
Bettwanzen verstecken sich im Umkreis von 1 bis 2 Metern um den Schlafplatz: in Matratzennähten, im Lattenrost, in Schraubenlöchern des Bettrahmens, hinter Sockelleisten, in Steckdosenrahmen, hinter Bildern und im Nachtkästchen. Sie meiden Licht und bevorzugen enge, dunkle Spalten.
Der Körperbau erklärt die Verstecke. Eine hungrige Bettwanze ist so flach wie eine Bankomatkarte und passt in jede Ritze, in die eine Kartenkante hineingeht. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Matratze, sondern jede Fuge und jedes Schraubenloch im Umkreis des Bettes.
Suchen Sie mit Taschenlampe in dieser Reihenfolge: Matratzennaht und Etikett, Unterseite der Matratze, Lattenrost und Auflagen, Bettrahmen samt Schraubenlöchern, Kopfteil, Nachtkästchen und Bettlade, Sockelleisten, Steckdosen und Lichtschalter an der Bettwand, Bilderrahmen und Vorhangfalten.
In Wiener Altbauten kommen zwei Wege dazu: Installationsschächte und Hohlräume hinter Wandverkleidungen. Über sie wandern die Tiere bei starkem Befall in die Nachbarwohnung. Ein spät entdeckter Befall im Gründerzeithaus betrifft deshalb zwei und mehr Wohnungen an einem Strang, was die Frage aufwirft, wer die Bekämpfung beauftragt.
Ungewöhnliche Verstecke entstehen bei langem Befall: Rauchmelder, Laptops, Bücher, Kleiderkästen und das Sofa im Wohnzimmer, sobald dort geschlafen wird. Bettwanzen leben dort, wo ein Mensch regelmäßig mehrere Stunden ruht, nicht dort, wo es schmutzig ist.






Bettwanzen gelangen auf drei Wegen in Wiener Wohnungen: im Reisegepäck aus Hotels und Ferienwohnungen, in gebrauchten Möbeln und Matratzen vom Flohmarkt oder Sperrmüll und aus der Nachbarwohnung über Schächte und Ritzen. Laut Umweltbundesamt nehmen die Fälle durch Reisen, Gebrauchtwarenhandel und Wirkstoffresistenzen zu.
Das Reisegepäck ist der wichtigste Eintrag. Im Hotelzimmer wandern die Tiere nachts in den offenen Koffer neben dem Bett, in die Kleidung auf dem Sessel und in Taschen. Nach der Heimkehr sitzen sie in der Wohnung, und ein eingeschleppter Befall zeigt sich innerhalb von zwei bis vier Wochen nach der Rückreise durch die ersten Stiche.
Gebrauchte Möbel sind der zweite Weg. Bettgestelle, Matratzen, Polstermöbel und Bilderrahmen vom Sperrmüll oder aus Kleinanzeigen bringen Tiere und Eier mit. Prüfen Sie jedes gebrauchte Stück vor dem Hineintragen mit der Taschenlampe an Fugen, Nähten und Schraubenlöchern.
Der dritte Weg ist die Nachbarwohnung. Wird dort ein Befall mit Sprays aus dem Baumarkt behandelt, flüchten die Tiere über Steckdosen, Rohrdurchführungen und Ritzen in angrenzende Wohnungen. Ein Befall im Mehrparteienhaus erfordert deshalb die Abstimmung mit der Hausverwaltung. Wer die Kosten trägt, klärt die Seite Schädlingsbekämpfung: Wer zahlt, Mieter oder Vermieter?
Hygiene spielt für den Eintrag keine Rolle. Bettwanzen ernähren sich ausschließlich von Blut und finden in einer frisch geputzten Wohnung dieselben Bedingungen wie in einer unaufgeräumten. Unordnung erschwert nur die Suche und die Bekämpfung, weil sie zusätzliche Verstecke bietet.
Bei Verdacht helfen vier Schritte sofort: Spuren fotografieren und ein Tier im Schraubglas sichern, Bettwäsche und Kleidung bei 60 °C waschen oder 30 Minuten heiß trocknen, nichts aus dem Zimmer in andere Räume tragen und einen befugten Fachbetrieb beauftragen. Sprays aus dem Baumarkt verschlimmern den Befall.
Die Beweissicherung steht am Anfang. Ein Foto mit Größenvergleich und ein gefangenes Tier ermöglichen dem Fachbetrieb die Artbestimmung ohne Ortstermin. Wie Sie unbekannte Tiere einordnen, zeigt die Seite Welches Insekt ist das? Schädlinge in der Wohnung bestimmen.
Hitze tötet alle Stadien. Laut Umweltbundesamt sterben Bettwanzen und ihre Eier bei 50 bis 60 °C. Textilien gehören deshalb in die 60-°C-Wäsche oder für 30 Minuten in den Wäschetrockner auf höchster Stufe. Kälte wirkt ebenfalls: Bei kleinen Gegenständen wie Büchern oder Schuhen tötet der Tiefkühler bei minus 18 °C innerhalb von drei Tagen alle Stadien.
Das Zimmer bleibt geschlossen. Tragen Sie weder Matratze noch Kleidung noch Koffer in andere Räume, schlafen Sie nicht auf dem Sofa und stellen Sie keine Möbel auf den Gang. Jeder Umzug innerhalb der Wohnung verteilt Tiere und Eier, und ein befallenes Bett auf dem Gehsteig verschenkt den Befall an die Nachbarschaft.
Insektizidsprays, Nebelautomaten und Hausmittel wie Backpulver oder Lavendelöl lösen das Problem nicht. Kontaktinsektizide erreichen die Tiere in den Ritzen nicht, treiben sie in Nachbarräume und fördern laut Umweltbundesamt Wirkstoffresistenzen. Die Eier überstehen jede Sprühbehandlung.
Verzichten Sie auf Insektizide aus dem Baumarkt und auf sogenannte Fogger. Sie vertreiben Bettwanzen in Steckdosen, Hohlräume und Nachbarwohnungen, töten die Eier nicht und belasten Schlafräume mit Wirkstoffen. Nach einer Selbstbehandlung braucht der Fachbetrieb mehr Termine, weil der Befall verstreut ist. Sichern Sie stattdessen Beweise und beauftragen Sie einen befugten Betrieb.
Die professionelle Bekämpfung läuft in vier Schritten: Inspektion mit Befallsbestimmung, Vorbereitung der Wohnung durch die Bewohner, Behandlung durch Wärme von 50 bis 60 °C oder zugelassene Insektizide sowie zwei bis drei Nachkontrollen im Abstand von 10 bis 14 Tagen, bis keine Tiere mehr nachweisbar sind.
Die Inspektion bestimmt Art, Befallsgrad und Ausdehnung. Der Betrieb prüft Bett, Sockelleisten, Steckdosen, Möbel und bei Verdacht angrenzende Räume und Wohnungen. Erst danach steht fest, ob ein Zimmer oder die ganze Wohnung behandelt wird. Den Ablauf beschreibt die Seite Schädlingsinspektion und Befallskontrolle in Wien.
Die Vorbereitung durch die Bewohner entscheidet über den Erfolg. Textilien waschen, Betten freistellen, Nachtkästchen leeren, aber nichts aus dem Zimmer tragen. Eine vollständige Liste gibt die Seite Wohnung auf die Schädlingsbekämpfung vorbereiten: Checkliste.
Zwei Verfahren stehen zur Wahl. Die Wärmebehandlung erhitzt den Raum oder befallene Gegenstände mehrere Stunden lang auf 50 bis 60 °C und tötet Tiere und Eier in einem Durchgang, ohne Wirkstoffe zu hinterlassen. Insektizidbehandlungen mit zugelassenen Biozidprodukten wirken gegen die Tiere, nicht gegen die Eier, und brauchen deshalb Folgetermine. Giftfreie Optionen beschreibt die Seite Schädlingsbekämpfung ohne Gift in Wien.
Nachkontrollen sind Teil der Leistung. Weil aus überlebenden Eiern nach ein bis zwei Wochen neue Nymphen schlüpfen, kontrolliert der Betrieb im Abstand von 10 bis 14 Tagen und behandelt nach. Ein Angebot ohne Nachkontrolle ist bei Bettwanzen unvollständig. Preisfaktoren und Spannen finden Sie auf der Seite Was kostet Schädlingsbekämpfung in Wien?

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Die verbreitete Annahme lautet, Bettwanzen seien ein Zeichen für Schmutz und mit einem Spray aus dem Baumarkt erledigt. Beides ist falsch, und beides verlängert den Befall. Bettwanzen leben vom Blut und nicht vom Dreck, weshalb Hotels der oberen Preisklasse ebenso betroffen sind wie Studentenheime. Jede Selbstbehandlung mit Kontaktinsektiziden vertreibt die Tiere aus dem Bett in Steckdosen, Sockelleisten und Nachbarwohnungen, wo sie laut Umweltbundesamt monatelang ohne Nahrung ausharren. Das Umweltbundesamt begründet die Empfehlung zur professionellen Bekämpfung genau damit: versteckte Lebensweise und Wirkstoffresistenzen. Wer beim ersten Verdacht eine Falle unter die Bettbeine stellt, Spuren sichert und einen befugten Betrieb ruft, hat den Befall nach zwei bis drei Terminen hinter sich. Wer drei Monate lang sprüht, hat ihn in der ganzen Wohnung.
Sie brauchen Hilfe? Über das Anfrageformular weiter unten melden Sie Ihr Anliegen in sieben kurzen Schritten, danach meldet sich ein befugter Fachbetrieb aus Ihrer Umgebung.
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Nein. Bettwanzen sind flügellos und springen nicht. Sie laufen mit rund einem Meter pro Minute und lassen sich passiv in Gepäck, Kleidung und Möbeln tragen. Ein Tier an der Zimmerdecke ist hinaufgelaufen, nicht geflogen. Fliegende oder springende Insekten am Bett sind Gelsen, Flöhe oder Käfer.
Laut Umweltbundesamt hungern Bettwanzen monatelang, und unter 13 °C stellen sie die Entwicklung ein und überdauern. Eine leerstehende Wohnung, ein eingelagerter Koffer oder ein ungenutztes Gästebett beendet einen Befall deshalb nicht. Erst Hitze, Kälte oder die Behandlung durch den Fachbetrieb wirkt.
Nein. Eine befallene Matratze lässt sich durch Wärmebehandlung oder den Fachbetrieb retten, danach schützt ein dichter Matratzenbezug mit Reißverschluss vor Neubefall. Eine befallene Matratze im Müllraum oder auf dem Gehsteig verteilt Tiere und Eier im Haus. Entsorgen Sie sie nur nach der Behandlung und dicht in Folie verpackt.
Entscheidend ist die Ursache. Ein nach der Reise eingeschleppter Befall fällt in den Bereich des Mieters, ein Befall aus Nachbarwohnungen oder Schächten des Hauses in den Bereich von Vermieter oder Hausverwaltung. Sichern Sie Datum, Fotos und die Inspektionsbestätigung des Betriebs, bevor Sie die Rechnung weiterreichen.
Prüfen Sie im Hotelzimmer zuerst Matratzennaht und Kopfteil mit der Handylampe, lagern Sie den Koffer geschlossen auf dem Kofferständer oder in der Badewanne statt neben dem Bett und legen Sie Kleidung nicht auf Polstermöbel. Nach der Rückkehr wandert die Wäsche direkt in die 60-°C-Wäsche, der leere Koffer wird ausgesaugt und der Staubsaugerbeutel sofort entsorgt.
Stand der Recherche: September 2026. Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.
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