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Schritt 3: Vorbeugung und dauerhafter Schutz vor Schädlingen

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Schädlingsbekämpfung in Wien – was Sie wissen sollten.

Schädlingsbekämpfung in Wien umfasst die Kontrolle, Bekämpfung und Vorbeugung von Ratten, Mäusen, Schaben, Bettwanzen, Ameisen, Motten und anderen Schädlingen in Wohnungen, Häusern und Betrieben. Sie wird von gewerberechtlich befugten Fachbetrieben durchgeführt. Ein Einsatz besteht in der Regel aus Befallskontrolle, gezielter Behandlung und einer Nachkontrolle. Für Ratten und Pharaoameisen bestehen in Wien eigene gesetzliche Pflichten für Liegenschaftseigentümer.

Wien ist dicht verbaut, hat ein weit verzweigtes Kanalnetz und viele Altbauten mit Holzböden, Lichthöfen und Innenhöfen. Genau diese Struktur macht die Stadt für Schädlinge attraktiv. Wer weiß, welches Problem er vor sich hat, spart Zeit und meist auch Geld.

Welche Schädlinge in Wien am häufigsten vorkommen

Die Verteilung ist nicht zufällig, sondern folgt der Bausubstanz und der Nutzung eines Objekts:

  • Ratten treten dort auf, wo Kanal, Grünfläche und Nahrungsquelle zusammenkommen – typisch entlang der Donau, in Kleingartenanlagen, bei Baustellen und in Innenhöfen mit Müllsammelstellen.
  • Mäuse sind ein klassisches Altbauthema. Über Leitungsschächte, Zwischendecken und Fußbodenaufbauten wandern sie ganze Stiegenhäuser entlang.
  • Deutsche Schaben halten sich bevorzugt in warmen, feuchten Bereichen auf: hinter Küchenzeilen, in Geräterückseiten, in Steigleitungen von Großwohnanlagen.
  • Bettwanzen kommen über Reisegepäck, Gebrauchtmöbel und Nachbarwohnungen ins Haus. Sie sind kein Zeichen mangelnder Sauberkeit. Ausführlich zum Ablauf einer Bettwanzenbekämpfung in Wien.
  • Ameisen – unterschieden werden muss zwischen harmlosen Gartenameisen und der meldepflichtigen Pharaoameise.
  • Motten teilen sich in Lebensmittelmotten in der Vorratskammer und Kleidermotten im Kasten.
  • Silberfischchen zeigen fast immer ein Feuchtigkeitsproblem im Bad an, seltener einen echten Schädlingsbefall.
  • Tauben verursachen weniger einen Schädlings- als ein Hygiene- und Bauschadensproblem – Kot ist säurehaltig und aggressiv gegenüber Fassaden. Welche Verfahren zur Taubenabwehr in Wien zulässig sind, hängt vom Gebäude ab.

Wo in Wien welche Probleme dominieren

Das Schädlingsbild folgt der Bausubstanz eines Bezirks. In der dicht verbauten Innenstadt und in den Gründerzeitvierteln – etwa 1010 Innere Stadt, 1050 Margareten oder 1150 Rudolfsheim-Fünfhaus – stehen Schaben in Steigleitungen, Mäuse in Altbaudecken und Bettwanzen im Vordergrund. In den Flächenbezirken jenseits der Donau, also 1210 Floridsdorf und 1220 Donaustadt, kommen Nager aus Kleingartenanlagen und von Feldrändern dazu, dazu Wespen und Marder. Am Stadtrand Richtung Wienerwald – 1130 Hietzing, 1170 Hernals und 1190 Döbling – dominieren Marder auf Dachböden, Holzschädlinge und Wespennester im Garten. Welche Schädlinge in Ihrem Bezirk typisch sind, lesen Sie auf der jeweiligen Bezirksseite.

Wie ein professioneller Einsatz abläuft

Seriöse Schädlingsbekämpfung beginnt nicht mit dem Gift, sondern mit der Diagnose. Ein sauberer Ablauf hat vier Stufen:

  • Inspektion: Bestimmung der Art, des Befallsumfangs und der Eintrittswege. Ohne diesen Schritt bekämpft man Symptome statt Ursachen.
  • Behandlung: Auswahl des Verfahrens nach Art und Objekt – Ködersysteme, Gel, Wärmebehandlung, Absaugen oder mechanische Abwehr.
  • Nachkontrolle: Bei Schaben und Bettwanzen zwingend, weil Eier die Erstbehandlung überstehen können. Üblich sind ein bis zwei Nachtermine.
  • Vorbeugung: Abdichten von Eintrittswegen, Hinweise zu Lagerung und Müll, bei Betrieben ein Monitoring mit Dokumentation.

Wenn ein Anbieter beim ersten Termin ohne Bestimmung der Art flächig sprüht, ist das ein Warnsignal. Bei Bettwanzen etwa führt flächiges Sprühen häufig dazu, dass sich die Tiere im Objekt verteilen statt zu verschwinden.

Was Schädlingsbekämpfung in Wien kostet

Verbindliche Preise gibt es erst nach der Begutachtung, weil Objektgröße, Schädlingsart und Befallsgrad den Aufwand bestimmen. Als grobe Orientierung gilt: Eine einfache Behandlung in einer Wohnung liegt im niedrigen dreistelligen Bereich, eine Bettwanzensanierung mit Wärmebehandlung deutlich darüber, ein laufendes Monitoring für einen Gastronomiebetrieb wird als Jahrespauschale gerechnet. Was den Preis am stärksten treibt, ist nicht die Wohnungsgröße, sondern die Zahl der nötigen Termine. Eine nach Schädlingsart aufgeschlüsselte Kostenübersicht für Wien hilft beim Einordnen eines Angebots.

Drei Punkte, die Sie vor der Beauftragung klären sollten: Sind Nachkontrollen im Preis enthalten? Gibt es eine schriftliche Dokumentation? Und wird die eingesetzte Methode benannt oder nur pauschal von einer „Behandlung“ gesprochen?

Mieter oder Vermieter – wer zahlt?

Diese Frage stellt sich in Wien besonders oft, weil ein Großteil der Bevölkerung zur Miete wohnt. Die grobe Linie: Geht der Befall vom Gebäude aus – etwa Ratten aus dem Kanal, Schaben über Steigleitungen oder Mäuse durch bauliche Öffnungen – fällt die Bekämpfung in den Bereich der Erhaltung und damit üblicherweise an Eigentümer beziehungsweise Hausverwaltung. Wurde der Befall dagegen nachweislich in die Wohnung eingebracht, etwa Lebensmittelmotten mit gekaufter Ware, liegt es eher beim Mieter.

In der Praxis lohnt sich ein nüchterner Weg: Befall schriftlich an die Hausverwaltung melden, Fotos beilegen, Datum festhalten. Das schafft eine Grundlage, unabhängig davon, wie die Kostenfrage am Ende ausgeht. Eine rechtsverbindliche Beurteilung Ihres Einzelfalls kann nur eine Rechtsberatung liefern.

Gesetzliche Pflichten in Wien.

Bei zwei Schädlingen ist Bekämpfung in Wien keine freie Entscheidung, sondern eine Pflicht des Liegenschaftseigentümers. Das wissen viele Betroffene nicht.

Ratten: Wiener Rattenverordnung

Eigentümerinnen und Eigentümer einer Liegenschaft in Wien sind verpflichtet, regelmäßig Kontrollen durch ein zugelassenes Schädlingsbekämpfungsunternehmen durchführen zu lassen und bei Befall Köder durch befugte Fachbetriebe auslegen zu lassen. Die Nachweise darüber sind mindestens drei Jahre aufzubewahren und der Magistratsbehörde auf Verlangen vorzulegen.

Wird ein Befall oder eine Befallsgefahr festgestellt, ist unverzüglich zu handeln. Bei Gefahr im Verzug kann der Magistrat Sofortmaßnahmen anordnen – die Kosten dafür tragen die verantwortlichen Eigentümer. Zuständig ist das Hygienezentrum der MA 15.

Diese sogenannte Rattennachschau ist der Grund, warum Hausverwaltungen in Wien regelmäßig einen Fachbetrieb beauftragen, auch wenn gar kein akuter Befall vorliegt. Was dabei kontrolliert und protokolliert wird, beschreibt die Seite zur amtlichen Rattennachschau.

Pharaoameisen: eigene Verordnung

Die Pharaoameise ist keine gewöhnliche Gartenameise. Sie ist sehr klein, gelblich, lebt ganzjährig im Gebäude und bildet Tochterkolonien – falsch behandelt vervielfacht sie sich. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gilt sie als Hygienerisiko.

In Wien besteht deshalb eine eigene Pharaoameisenverordnung. Eigentümer oder Bevollmächtigte, etwa die Gebäudeverwaltung, müssen bei Befall eine befugte Schädlingsbekämpferin oder einen befugten Schädlingsbekämpfer beauftragen, den Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15) informieren und die Mieterinnen und Mieter über die Maßnahmen in Kenntnis setzen. Die Kosten trägt der Eigentümer.

Bleibt der Eigentümer untätig, kann die Behörde die Beseitigung anordnen, Verwaltungsstrafen verhängen oder selbst tätig werden – auf Kosten der verantwortlichen Person.

Wichtig: Behandeln Sie Pharaoameisen nicht mit Sprühmitteln aus dem Baumarkt. Das ist der häufigste Grund dafür, dass sich ein Befall im Haus ausbreitet statt zurückzugehen.

Was das für Sie bedeutet

  • Als Mieter: Melden Sie Ratten- oder Pharaoameisenbefall schriftlich der Hausverwaltung. Die Pflicht liegt beim Eigentümer, nicht bei Ihnen.
  • Als Eigentümer oder Hausverwaltung: Achten Sie darauf, dass der beauftragte Betrieb eine Dokumentation ausstellt, die einer behördlichen Kontrolle standhält.
  • Als Gewerbebetrieb: In Gastronomie, Lebensmittelhandel und Produktion kommt zusätzlich die HACCP-Dokumentation dazu. Ein Monitoring mit Kontrollpunkten und Protokoll ist hier der Normalfall, nicht die Ausnahme. Wie so ein Schädlingsmonitoring in Gastronomie und Gewerbe aufgebaut ist, ist dort im Detail erklärt.

Quellen: Stadt Wien – Pflichten bei Ratten und Pflichten bei Pharaoameisen. Stand Juli 2026. Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.

Schädlingsbekämpfung in allen 23 Wiener Bezirken.

Wählen Sie Ihren Bezirk. Auf jeder Bezirksseite finden Sie die typischen Schädlingsprobleme vor Ort, die häufigsten Gebäudearten und den direkten Weg zur Anfrage.

Häufige Fragen zur Schädlingsbekämpfung in Wien.

Die Fragen, die uns Kundinnen und Kunden aus Wien am häufigsten stellen – kurz und ohne Werbesprache beantwortet. Fragen zu einem bestimmten Bezirk beantworten die 23 Bezirksseiten.

Was kostet Schädlingsbekämpfung in Wien?

Eine einfache Behandlung in einer Wohnung liegt üblicherweise im niedrigen dreistelligen Bereich. Eine Bettwanzensanierung mit Wärmebehandlung kostet deutlich mehr, weil mehrere Termine und Geräte nötig sind. Für Betriebe wird meist eine Jahrespauschale mit festgelegten Kontrollintervallen gerechnet. Den Preis bestimmen vor allem die Anzahl der nötigen Termine, die Objektgröße und die Schädlingsart. Verbindlich ist immer erst das Angebot nach der Begutachtung.

Wie schnell ist jemand vor Ort?

Bei akuten Fällen wie Wespennestern am Balkon, Ratten in der Wohnung oder einem starken Schabenbefall wird versucht, noch am selben Tag einen Termin zu vergeben. Wie schnell es tatsächlich geht, hängt von der Auslastung des nächstgelegenen Fachbetriebs und von der Tageszeit ab. Bei einer telefonischen Anfrage bekommen Sie in der Regel sofort eine realistische Einschätzung, statt eines Versprechens, das nicht gehalten werden kann. Bei Wespen gilt zusätzlich: ein Wespennest entfernen lässt sich nur bei Tageslicht und witterungsabhängig planen.

Wer zahlt: Mieter oder Vermieter?

Geht der Befall vom Gebäude aus – etwa Ratten aus dem Kanal, Schaben über Steigleitungen oder Mäuse durch bauliche Öffnungen – fällt die Bekämpfung üblicherweise in den Erhaltungsbereich und damit an Eigentümer oder Hausverwaltung. Wurde der Befall dagegen nachweislich eingebracht, etwa Lebensmittelmotten mit gekaufter Ware, liegt es eher beim Mieter. Bei Ratten und Pharaoameisen ist die Pflicht des Liegenschaftseigentümers in Wien ohnehin gesetzlich geregelt. Melden Sie den Befall schriftlich an die Hausverwaltung, das schafft die Basis für alles Weitere.

Muss ich die Wohnung während der Behandlung verlassen?

Das hängt vom Verfahren ab. Bei Gel- und Köderverfahren, wie sie gegen Schaben und Ameisen üblich sind, können Sie in der Regel in der Wohnung bleiben. Bei flächigen Sprühbehandlungen oder einer Wärmebehandlung gegen Bettwanzen ist die Wohnung für einige Stunden zu verlassen. Der ausführende Betrieb sagt Ihnen das vorab und gibt eine konkrete Wartezeit an.

Ist das mit Kindern und Haustieren verträglich?

Ja, wenn richtig gearbeitet wird. Moderne Verfahren setzen auf punktuelle Köder in gesicherten Boxen oder Gel an Stellen, die für Kinder und Tiere nicht erreichbar sind, statt auf großflächiges Sprühen. Sagen Sie bei der Anfrage, ob Kinder, Hunde, Katzen, Nagetiere oder Aquarien im Haushalt sind – das ändert die Wahl des Verfahrens und die Platzierung.

Gibt es Schädlingsbekämpfung ohne Gift?

Für viele Situationen ja. Bettwanzen lassen sich thermisch bekämpfen, Motten über Pheromonfallen und Schlupfwespen eindämmen, Tauben mit Netzen und Spikes fernhalten, Nager mechanisch fängt man mit Schlagfallen. Giftfrei ist nicht automatisch schwächer, aber oft aufwendiger und dadurch teurer. Bei starkem Ratten- oder Schabenbefall führt an einem Köderverfahren meist kein Weg vorbei.

Woran erkenne ich Bettwanzen?

Typisch sind Bissreihen an unbedeckten Hautstellen, meist morgens bemerkt, dazu kleine dunkle Kotpünktchen an Matratzennähten, Lattenrost, Bettrahmen und hinter Steckdosen oder Bilderrahmen. Häutungsreste sehen aus wie durchsichtige Wanzenhüllen. Ein süßlich-muffiger Geruch tritt erst bei starkem Befall auf. Bettwanzen haben nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun – sie werden eingeschleppt.

Wie oft ist eine Rattennachschau nötig?

Die Wiener Rattenverordnung verpflichtet Liegenschaftseigentümer zu regelmäßigen Kontrollen durch ein zugelassenes Unternehmen; die genauen Abstände ergeben sich aus den Anlagen zur Verordnung und aus der Nutzung des Objekts. Die Nachweise sind mindestens drei Jahre aufzubewahren. In der Praxis lassen die meisten Wiener Hausverwaltungen mehrmals jährlich kontrollieren und dokumentieren. Im Zweifel gibt das Hygienezentrum der MA 15 Auskunft.

Wie bereite ich die Wohnung auf den Termin vor?

Machen Sie befallene Bereiche zugänglich: Küchenzeile ausräumen bei Schaben, Bett und Umgebung freiräumen bei Bettwanzen, Vorratsschrank leeren bei Motten. Saugen Sie vorher, aber werfen Sie den Beutel danach außer Haus weg. Wichtig: Verwenden Sie vor dem Termin keine eigenen Sprühmittel. Sie vertreiben die Tiere damit oft nur in Nachbarräume und erschweren die Bekämpfung.

Leistungen im Detail.

Von der Befundaufnahme bis zur Nachkontrolle – was hinter den einzelnen Schritten steckt und was den Aufwand bestimmt.

Schädlinge erkennen und bekämpfen.

Ausführliche Seiten zu den Arten, die in Wiener Wohnungen und Betrieben am häufigsten Probleme machen.

Auch in Niederösterreich.

Rund um Wien vermitteln wir Fachbetriebe aus der jeweiligen Region.

Ratgeber.

Antworten auf die Fragen, die vor der Beauftragung am häufigsten gestellt werden.

Anfrage in 7 Schritten

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Worum geht es?

Wählen Sie den Schädling, um den es geht.

Wo tritt das Problem auf?

Die Objektart bestimmt Aufwand und Verfahren.

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Eine grobe Einschätzung genügt.

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Die Dauer sagt viel über die Populationsgröße aus.

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So können wir den Termin richtig einplanen.

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