
Fliegen kommen von draußen.
Oder aus einem Hohlraum.
Beides hat eine Adresse.
Anfrage: 01 442 00 86
Notdienst
Methoden
Technik
Fachpersonal
Fliegen in Wohnung oder Betrieb haben immer eine Brutstätte in Reichweite: Biomüll, Müllraum, Kompost, Tierhaltung oder ein totes Tier im Gebäude. Wirksam ist die Kombination aus Quellensuche, mechanischem Abschluss durch Fliegengitter und Hygiene im Müllbereich. Im Gewerbe kommen UV-Klebefallen zur Überwachung dazu.
In Wien treten vor allem drei Arten auf: die Stubenfliege, die Kleine Stubenfliege und die Schmeißfliege. Stubenfliegen entwickeln sich in feuchtem organischem Material und brauchen bei Sommerwärme rund zwei Wochen vom Ei bis zum fertigen Tier. Ein plötzliches Massenauftreten großer, glänzender Fliegen in einem einzigen Raum weist auf ein totes Tier in Zwischendecke, Lichtschacht oder Kamin hin. Fliegengitter, dichte Müllbehälter und kurze Reinigungsintervalle verhindern mehr als jedes Spray.
Drei Arten decken den Großteil ab: die Stubenfliege mit 6 bis 7 Millimetern und grauem, gestreiftem Rücken, die Kleine Stubenfliege, die ruhig unter der Zimmerlampe kreist, und die Schmeißfliege, die blau oder grün metallisch glänzt.
Die Stubenfliege ist die klassische Art in Küche und Gastronomie. Sie leckt und saugt an Flüssigem, betupft feste Nahrung mit Speichel und wandert zwischen Abfall und Lebensmitteln hin und her. Genau dieses Verhalten macht sie zum Hygieneproblem, weil Keime von der Mülltonne auf dem Teller landen.
Die Kleine Stubenfliege fällt durch ihr Flugverhalten auf. Sie schwebt in der Raummitte unter Lampe oder Luster, fliegt eckige Schleifen und setzt sich selten. Ihre Larven entwickeln sich in feuchtem, faulendem Material, häufig in Vogelnestern am Dachboden, in Taubenkot und in schlecht gereinigten Tierkäfigen.
Schmeißfliegen sind größer, kräftiger und deutlich lauter. Die Blaue Schmeißfliege glänzt stahlblau, Goldfliegen glänzen metallisch grün. Beide legen ihre Eier auf Aas und rohes Fleisch. Wer sie einzeln am Fenster findet, hat einen Zufallsgast vor sich; wer zehn oder mehr in einem Raum findet, sucht besser nach einem toten Tier.
Nicht dazu zählen Fruchtfliegen, Abflussfliegen und Trauermücken. Diese drei sind deutlich kleiner, haben eigene Brutstätten und verlangen andere Maßnahmen. Für sie gibt es eigene Seiten mit dem jeweils passenden Vorgehen.
Weil im Gebäude ein Tier verendet ist. Schmeißfliegen finden Kadaver über den Geruch, legen dort ihre Eier ab, und die fertigen Fliegen verlassen den Hohlraum in Schüben. Typische Fundorte sind Zwischendecke, Lichtschacht, Kamin, Dachboden und Fassadenverkleidung.
Der Ablauf ist charakteristisch. Zuerst fallen einzelne Fliegen auf, wenige Tage später sitzen dutzende am Fenster desselben Raums, während andere Räume frei bleiben. Häufig kommt ein süßlicher Geruch dazu, der in Bodennähe oder an einer bestimmten Wand am stärksten auftritt.
Die Suche folgt der Fliegendichte. Der Raum mit den meisten Tieren grenzt an den Hohlraum. Zu prüfen sind Lichtschächte und Innenhöfe mit Taubenzugang, Kaminzüge und stillgelegte Rauchfänge, Dachbodenbereiche mit Nistplätzen, Verkleidungen von Installationsschächten und Zwischendecken über abgehängten Platten.
Nach dem Fund gehört der Kadaver samt Maden entfernt, die Stelle gereinigt und der Zugang geschlossen. Solange die Quelle liegen bleibt, hilft kein Spray. Nach der Entfernung endet der Nachschub, die verbliebenen Tiere lassen sich mit Klebefallen oder Staubsauger abfangen.
In Wiener Altbauten sind Tauben die häufigste Ursache. Die Tiere gelangen über offene Dachluken, ungesicherte Lichtschächte und schadhafte Vergitterungen in Hofnischen und verenden dort. Zwei Beobachtungen helfen bei der Eingrenzung: Die Fliegen sammeln sich am hellsten Fenster des betroffenen Raums, und ihre Zahl steigt am Vormittag an. Nach der Bergung ist das Vergittern der Zugänge der eigentliche Punkt, sonst wiederholt sich der Fall in der nächsten Saison. Bei Hohlräumen im Gemeinschaftsbereich ist die Hausverwaltung zuständig.
Aus feuchtem, faulendem organischem Material im Umkreis von wenigen hundert Metern. Biotonne, Müllraum, Kompost, Tierhaltung, Fallobst und offene Restmüllcontainer liefern den Nachschub. Ein Weibchen legt in Portionen von rund hundert Eiern insgesamt mehrere hundert Stück ab.
Die Entwicklung läuft schnell. Bei Sommertemperaturen um 25 Grad vergehen vom Ei über die Made bis zur fertigen Fliege ein bis zwei Wochen. Deshalb steigt der Druck in Wien von Juni bis September deutlich und bricht mit den ersten kühlen Nächten wieder ein.
Angezogen werden die Tiere von Gerüchen und von Wärme. Offen stehende Biotonnen, ungereinigte Restmüllbehälter im Hof, Fallobst unter Bäumen und Tierkot in Höfen sind die häufigsten Quellen im Wohnbereich. In Betrieben kommen Anlieferzonen, Leergutlager und Fettabscheider dazu.
Wohnungen sind Zwischenstation, nicht Brutstätte. Die Tiere fliegen tagsüber ein, orientieren sich am Licht und sammeln sich am Fenster. Wer nur im Innenraum arbeitet, bekämpft das Symptom. Wirksam wird es erst, wenn Müllstandplatz, Hof und Anlieferung mitbehandelt werden.






Mit drei Maßnahmen: Fliegengitter an Fenstern und Türen, dichte und regelmäßig gereinigte Müllbehälter sowie kurze Wege zwischen Abfall und Entsorgung. Diese Kombination senkt den Zuflug stärker als jedes Insektizid und kommt ohne Wirkstoff im Raum aus.
Fliegengitter wirken nur dicht. Spannrahmen für Fenster, Pendeltüren mit Selbstschließer für Betriebseingänge und Rollos für Balkontüren sind die üblichen Bauformen. Wichtig ist der saubere Anschluss an der Laibung, weil eine Lücke von wenigen Millimetern genügt. Gekippte Fenster ohne Gitter sind der häufigste Einflugweg.
Der Müllraum entscheidet über den Rest. Behälter mit geschlossenem Deckel, ein sauberer Boden ohne Restfeuchte, ein funktionierender Bodenablauf mit Wasser im Siphon und ein festes Reinigungsintervall halten die Brutstätte klein. Biotonnen im Hof gehören in den Schatten, weil Wärme die Entwicklung beschleunigt.
In Wohnhausanlagen ist der Standplatz oft das Problem. Überfüllte Behälter, offene Deckel und Restmüllsäcke daneben erzeugen innerhalb einer Woche eine neue Generation. Häufigere Abholung, ausreichend Behältervolumen und eine klare Regelung in der Hausordnung wirken hier mehr als jede Behandlung in den Wohnungen.
UV-Fliegenfallen locken Fliegen mit ultraviolettem Licht an und fangen sie auf einer Klebefolie. Sie ersetzen keine Hygiene, liefern aber eine messbare Kennzahl: Die Fangmenge pro Woche zeigt, ob der Druck im Betrieb steigt oder sinkt.
Im Lebensmittelbereich sind Geräte mit Klebefolie Standard. Bauarten mit Hochspannungsgitter schleudern Insektenteile in die Umgebung und haben über offener Ware nichts verloren. Die Folie hält die Tiere fest und lässt sich zusätzlich auswerten, weil die gefangenen Arten erkennbar bleiben.
Die Platzierung entscheidet über die Wirkung. Geräte hängen in etwa zwei Metern Höhe, seitlich zur Hauptlaufrichtung, nicht direkt über Arbeitsflächen und nicht so, dass ihr Licht durch Türen und Fenster nach außen scheint. Sonst holt die Falle zusätzliche Tiere von der Straße herein.
Wartung ist Pflicht. Die Klebefolie wird je nach Fangmenge alle ein bis zwei Monate getauscht, die UV-Röhren einmal jährlich, weil ihre Strahlungsleistung nachlässt, lange bevor sie sichtbar ausfallen. Die Auswertung der Folien gehört in die Dokumentation der Eigenkontrolle.
Lebensmittelbetriebe treffen Vorkehrungen gegen Schädlinge und dokumentieren diese laufend. Fliegen über offener Ware, in der Ausgabe oder im Gastgarten führen bei einer Kontrolle durch die Lebensmittelaufsicht zu Beanstandungen. Grundlage dafür sind die EU-Hygieneverordnung und das LMSVG.
Die Aufgaben verteilen sich auf drei Bereiche. Bauliche Abtrennung durch Gitter, Luftschleier und selbstschließende Türen hält die Tiere draußen. Hygiene in Küche, Anlieferung und Müllplatz nimmt ihnen die Brutstätte. Monitoring mit UV-Klebefallen und Klebestreifen zeigt, ob beides funktioniert.
In Wien kommen zwei Besonderheiten dazu. Gastgärten liegen häufig direkt neben Müllstandplätzen im Hof oder an der Straße, und Marktstände am Naschmarkt oder am Brunnenmarkt arbeiten mit offener Ware bei voller Sommerwärme. Beides verlangt kürzere Reinigungsintervalle als ein geschlossener Innenbereich.
Ein Fachbetrieb ist gefragt, wenn der Druck trotz Hygiene bleibt, wenn die Quelle außerhalb des eigenen Betriebs liegt oder wenn eine Dokumentation für die Eigenkontrolle gebraucht wird. Wir vermitteln unter 01 442 00 86 einen befugten Betrieb, der Fangstellen setzt, auswertet und die Maßnahmen schriftlich festhält.
Insektizide gegen Fliegen sind Biozidprodukte und nur nach Zulassung und Gebrauchsanweisung einzusetzen. Im offenen Lebensmittelbereich haben Raumsprays nichts verloren, dort arbeiten Fachbetriebe mit mechanischen Verfahren und Monitoring. Fliegengitter und Türschließer zählen in Wohnungen zur Ausstattung; bauliche Mängel wie ein offener Lichtschacht oder ein defektes Gitter im Gemeinschaftsbereich fallen in die Erhaltungspflicht der Hausverwaltung. Das Füttern von Wildtauben ist in Wien nach dem Wiener Reinhaltegesetz untersagt, weil Nistplätze und Kadaver häufige Ursachen für Fliegenprobleme sind.

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Fliegenbekämpfung ist in Wien selten ein Wirkstoffthema und fast immer ein Organisationsthema. Die drei Hebel heißen Müll, Zugang und Kadaver. Wo der Müllstandplatz sauber ist, die Fenster Gitter haben und tote Tiere zeitnah geborgen werden, bleibt der Druck auch im Hochsommer niedrig. Sprays im Wohnbereich halten wir für die schwächste Maßnahme: Sie wirken minutenlang, belasten den Raum und ändern nichts an der Quelle. Im Gewerbe liegt der Fall anders. Dort geht es zusätzlich um Nachweisbarkeit, und ein festes Monitoring mit ausgewerteten Fangzahlen ist das einzige Mittel, mit dem sich gegenüber einer Kontrolle zeigen lässt, dass die Lage im Griff ist. Wer ein Massenauftreten großer Fliegen erlebt, sucht zuerst nach einem toten Tier und erst danach nach einem Bekämpfungsmittel.
Sie brauchen Hilfe? Über das Anfrageformular weiter unten melden Sie Ihr Anliegen in sieben kurzen Schritten, danach meldet sich ein befugter Fachbetrieb aus Ihrer Umgebung.
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Erwachsene Stubenfliegen leben bei Zimmertemperatur zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit legt ein Weibchen mehrere hundert Eier ab. Deshalb reicht das Abfangen der sichtbaren Tiere nicht aus, solange eine Brutstätte in der Nähe für Nachschub sorgt. Erst deren Beseitigung bringt Ruhe.
Drei Zeichen treten zusammen auf: dutzende große, glänzende Fliegen in nur einem Raum, ein süßlicher Geruch, der an einer bestimmten Wand oder in Bodennähe am stärksten ist, und ein Anstieg über wenige Tage. Häufigste Fundorte sind Lichtschacht, Zwischendecke, Kamin und Dachboden.
Gegen zufliegende Stubenfliegen und Schmeißfliegen ja. Gegen Fruchtfliegen und Abflussfliegen kaum, weil diese Arten im Inneren brüten und aus Abfluss, Biomüll oder Leergut kommen. Bei kleinen Fliegen in Bad oder Küche führt die Suche nach der inneren Brutstätte zum Ziel.
Für den Wohnbereich bringen sie wenig. Sie fangen einen Teil der Tiere, wirken aber nur im Nahbereich und ändern nichts am Zuflug durch gekippte Fenster. Fliegengitter und ein sauberer Müllbereich bringen mehr. Im Gewerbe ist die Lage umgekehrt, dort liefern Klebefallen zusätzlich eine Kennzahl.
Liegt der Kadaver in einem Bereich, der allen gehört, etwa im Lichtschacht, am Dachboden oder in einer Zwischendecke, ist die Hausverwaltung der richtige Ansprechpartner. Innerhalb der eigenen Wohnung trägt die Kosten der Nutzer. Verbindlich klärt das der Mietvertrag samt Hausordnung.
Sobald der Befall aus einem Bereich stammt, den man selbst nicht erreicht, oder wenn ein Betrieb eine Dokumentation braucht. Das betrifft Kadaver in Hohlräumen, Müllräume ganzer Wohnhausanlagen und Lebensmittelbetriebe mit laufender Eigenkontrolle. Anfragen nehmen wir unter 01 442 00 86 entgegen.
Stand der Recherche: Juli 2026. Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.
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