
Drei Arten kommen in Wien vor, nur eine davon meist in Wohnungen.
Warum Sprühmittel den Befall oft verschlimmern statt beenden.
Was in Zinshäusern anders läuft als in der Einzelwohnung.
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Kakerlaken werden Sie los, indem Sie zuerst die Art bestimmen, Nahrung und Feuchtigkeit entziehen, Verstecke abdichten und Gelköder statt Sprühmittel einsetzen. Sprays töten nur sichtbare Tiere und treiben den Rest der Population in Ritzen und Nachbarräume, wo sie sich weiter vermehrt. In Wiener Mehrparteienhäusern wandert der Befall zusätzlich über Steigschächte zwischen den Wohnungen, weshalb eine Einzelbehandlung dort oft wirkungslos bleibt.
In Wien kommen vor allem drei Arten vor: die Deutsche Schabe (Blattella germanica), hellbraun, 10 bis 15 mm, mit zwei dunklen Streifen hinter dem Kopf, verbreitet in Küchen; die Orientalische Schabe (Blatta orientalis), dunkel glänzend, 20 bis 25 mm, in Kellern und Kanälen; und die Amerikanische Schabe (Periplaneta americana), rotbraun, 35 bis 40 mm, vor allem in Gewerbeküchen und der Kanalisation. Die Deutsche Schabe ist mit Abstand am häufigsten in Wohnungen. Sie vermehrt sich schnell, weil das Weibchen seine Eier bis kurz vor dem Schlüpfen mit sich trägt, und sie reagiert auf Sprühmittel mit Ausweichen in Ritzen und Nachbarräume statt mit Rückgang. Wer Kakerlaken loswerden will, setzt deshalb auf Gelköder, Sauberkeit und geschlossene Verstecke statt auf die Sprühdose.
In Wien treten vor allem drei Arten auf: die Deutsche Schabe in Küchen und Wohnungen, die Orientalische Schabe in Kellern und Kanälen und die Amerikanische Schabe in Gewerbeküchen und der Kanalisation. Größe, Farbe und die Zeichnung hinter dem Kopf unterscheiden die Arten zuverlässig.
Die Deutsche Schabe ist 10 bis 15 mm lang, hellbraun bis bernsteinfarben und trägt zwei parallele dunkle Streifen direkt hinter dem Kopf, auf dem sogenannten Halsschild. Sie kann nicht fliegen, obwohl sie Flügel besitzt, und bewegt sich stattdessen sehr schnell laufend. In Wiener Wohnungen ist sie die mit Abstand häufigste Art, weil sie Wärme und Feuchtigkeit liebt und sich bevorzugt hinter Kühlschränken, Geschirrspülern, Herden und Heizungsrohren aufhält.
Die Orientalische Schabe wird 20 bis 25 mm groß, ist dunkelbraun bis schwarz und wirkt glänzend. Die Weibchen sind praktisch flügellos und bewegen sich träger als die Deutsche Schabe. Diese Art bevorzugt kühlere, feuchte Bereiche wie Keller, Kanalschächte, Mistkübelräume und Lichtschächte und gelangt von dort gelegentlich in Erdgeschoßwohnungen.
Die Amerikanische Schabe ist mit 35 bis 40 mm die größte der drei Arten, rotbraun gefärbt und als erwachsenes Tier flugfähig. In Wien tritt sie vor allem in Gewerbeküchen, Kanalnetzen und Wärmezentralen auf, in normalen Wohnungen ist sie selten.
Zum Vergleich mit anderen Wohnungsinsekten, etwa Käfern oder Fischchen, hilft die Übersicht Welches Insekt ist das? mit Größen- und Farbmerkmalen der häufigsten Verwechslungen.
Das schnellste Unterscheidungsmerkmal sind die zwei dunklen Streifen direkt hinter dem Kopf. Sind sie vorhanden, handelt es sich um die Deutsche Schabe, die häufigste Art in Wohnungen. Fehlen sie und ist das Tier einheitlich dunkel und größer als zwei Zentimeter, handelt es sich um die Orientalische oder die Amerikanische Schabe, deren Herd meist außerhalb der Wohnung liegt, etwa im Keller oder in der Kanalisation.
Kakerlaken suchen Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung, alles drei findet sich reichlich in Küchen. Eingeschleppt werden sie meist über Kartons, Getränkekisten und Gebrauchtgeräte, in Mehrparteienhäusern zusätzlich über Steigschächte und Rohrdurchführungen aus Nachbarwohnungen oder dem Keller.
Die Deutsche Schabe bevorzugt Temperaturen zwischen 20 und 33 Grad und eine erhöhte Luftfeuchte, wie sie hinter warmen Geräten in der Küche herrscht. Nahrung findet sie in Krümeln, offenen Vorräten, Tierfutter, Fettresten an Herd und Abzugshaube und sogar in Papier und Spülmittelresten.
Eingetragen werden Kakerlaken meist unbemerkt: über Kartons und Verpackungen aus Supermärkten und Getränkemärkten, über Gebrauchtmöbel und -geräte, in Reisegepäck oder über Lieferungen aus Betrieben mit bestehendem Befall. Ein einzelnes trächtiges Weibchen genügt, um innerhalb weniger Monate eine Population aufzubauen.
In Wiener Zinshäusern und Gemeindebauten kommt ein zweiter Weg hinzu: Steigschächte, also die senkrechten Versorgungsschächte für Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen, verbinden Küchen und Bäder übereinanderliegender Wohnungen. Kakerlaken wandern durch diese Schächte und durch schlecht abgedichtete Rohrdurchführungen von Wohnung zu Wohnung, auch wenn die eigene Küche sauber gehalten wird.
Ein einzelnes Tier bei Nacht ist noch kein Beweis für einen Befall, kann aber ein Vorbote sein. Mehrere Tiere, Sichtungen auch tagsüber oder Funde von Kot und Häutungsresten zeigen dagegen einen bestehenden Befall an, der selten von selbst verschwindet.
Kakerlaken sind nachtaktiv und meiden Licht. Wer nachts in der Küche plötzlich das Licht einschaltet und Tiere schnell in Ritzen und hinter Geräte verschwinden sieht, hat in aller Regel bereits einen etablierten Befall vor sich, keinen Einzelfund. Prüfen Sie zusätzlich Schubladen in Herdnähe, den Sockel hinter dem Kühlschrank und den Spalt hinter der Abzugshaube auf dunkle, pfefferkornähnliche Kotspuren.
Kakerlaken beißen Menschen nicht, können aber Bakterien wie Salmonellen und andere Krankheitserreger mechanisch über Beine und Körper von unhygienischen Bereichen auf Lebensmittel und Oberflächen übertragen. Kot und Häutungsreste enthalten zudem Eiweiße, die Allergien und Asthma auslösen oder verstärken können.
Kakerlaken halten sich abwechselnd in Abflüssen, Müllbehältern und auf Nahrungsmitteln auf und tragen dabei Keime von einer Fläche zur nächsten. In Küchen und vor allem in der Gastronomie ist das ein ernstzunehmender Hygienefaktor, weshalb Betriebe mit Lebensmittelbezug zur Schädlingskontrolle verpflichtet sind.
Für Allergien und Atemwegsbeschwerden spielt weniger das lebende Tier eine Rolle als sein Kot, seine Häutungsreste und Speichelreste, die zu feinem Staub zerfallen und eingeatmet werden. Bei einem starken, andauernden Befall kann dieser Staub Beschwerden bei empfindlichen Personen, insbesondere Kindern mit Asthma, verstärken.
Ein einzelnes Tier ist deshalb kein Gesundheitsrisiko. Ein andauernder Befall in der Küche dagegen ist mehr als ein Ekelproblem und sollte zügig beendet werden, statt monatelang mit Hausmitteln behandelt zu werden.






Kakerlaken werden Sie los, indem Sie Nahrung und Wasser entziehen, Verstecke abdichten und Gelköder statt Sprühmittel gegen die Deutsche Schabe einsetzen. Gelköder wirken über die Futtersuche der Tiere und erreichen so auch versteckte Nester, während Sprühmittel die Population nur zerstreuen.
Schritt 1, Nahrung entziehen. Lagern Sie Lebensmittel in geschlossenen Behältern, wischen Sie Küche und Herdbereich täglich ab, leeren Sie den Mistkübel regelmäßig und lassen Sie kein Geschirr über Nacht stehen. Auch Tierfutter gehört nachts weggeräumt.
Schritt 2, Feuchte und Wasserquellen reduzieren. Beheben Sie tropfende Wasserhähne und Siphons, wischen Sie stehendes Wasser um Spüle und Geschirrspüler weg und lüften Sie die Küche regelmäßig.
Schritt 3, Verstecke schließen. Dichten Sie Rohrdurchführungen, Fugen hinter Küchenmöbeln, Sockelleisten und Spalten um Steckdosen ab. Das schließt nicht nur Verstecke, sondern auch die Wanderwege zwischen Wohnungen über Steigschächte.
Schritt 4, Gelköder statt Sprühmittel einsetzen. Gelköder mit einem Wirkstoff gegen Schaben werden in kleinen Punkten an Laufwegen und in Ritzen platziert. Die Tiere nehmen den Köder auf, kehren ins Versteck zurück und vergiften dort weitere Tiere über Kot und Kontakt, eine sogenannte Kaskadenwirkung. Klebefallen ergänzen den Köder zur Kontrolle, wie stark der Bestand zurückgeht.
Was eher schadet als hilft: Insektensprays aus dem Handel töten nur die getroffenen, sichtbaren Tiere. Der Rest der Population weicht in tiefere Ritzen und benachbarte Räume aus, ein als Splitting bekannter Effekt, der einen Befall in einem Mehrparteienhaus auf mehrere Wohnungen verteilen kann. Rechnen Sie bei konsequenter Köderbehandlung mit zwei bis sechs Wochen bis zum spürbaren Rückgang, abhängig von der Größe des Befalls.
Der häufigste Fehler ist die Sprühdose beim ersten Sichten. Sie tötet einige Tiere sofort, sichtbar und beruhigend, verteilt aber die überlebende Mehrheit der Population in Nachbarräume und, in Zinshäusern, über Steigschächte in Nachbarwohnungen. Aus einem Küchenproblem wird so ein Hausproblem. Gelköder wirken langsamer und weniger sichtbar, dafür nachhaltig, weil sie die Tiere nicht vertreiben, sondern in ihren Verstecken erreichen.
Ein Fachbetrieb ist sinnvoll, wenn der Befall trotz Köder und Hygienemaßnahmen nach vier bis sechs Wochen anhält, wenn mehrere Wohnungen eines Hauses betroffen sind oder wenn es sich um einen Gewerbebetrieb mit Lebensmittelbezug handelt. Eine Behandlung in einer Wiener Wohnung kostet üblicherweise zwischen 120 und 300 Euro, für ganze Stiegenhäuser oder Betriebe entsprechend mehr.
Der Fachbetrieb bestimmt zunächst die Art und sucht den Befallsherd, der selten dort liegt, wo die Tiere gesehen werden. Anschließend werden Gelköder und teils Insektenwachstumsregulatoren gezielt in Ritzen und an Laufwegen platziert, ergänzt durch Monitoring mit Klebefallen. Wie eine solche Befundaufnahme abläuft, beschreibt die Seite zur Schädlingsinspektion in Wien.
Für die Kosten der Schädlingsbekämpfung in Wien gilt bei Kakerlaken: Eine Wohnung mit frischem Befall liegt meist bei 120 bis 200 Euro inklusive einer Nachkontrolle, bei stärkerem oder länger bestehendem Befall mit mehreren Terminen bei 200 bis 300 Euro. Sind mehrere Einheiten eines Hauses betroffen, weil der Befall über Steigschächte gewandert ist, steigen die Kosten, weil das ganze Haus mitbehandelt werden muss.
Bei Gewerbebetrieben mit Lebensmittelbezug ist eine einmalige Behandlung selten ausreichend. Üblich ist ein laufender Wartungsvertrag mit Monitoring und Dokumentation, wie ihn die Seite Schädlingsbekämpfung für Gewerbe und Gastronomie in Wien beschreibt, unter anderem weil die betriebliche Eigenkontrollpflicht einen Nachweis über Schädlingsschutz verlangt.
In Mietwohnungen ist ein Befall, der auf das eigene Wohnverhalten zurückgeht, meist Sache der Mieterin oder des Mieters. Liegt die Ursache dagegen im Haus, etwa in einem befallenen Müllraum, einem undichten Kanal oder einer gemeinsamen Steigleitung, ist die Hausverwaltung zuständig. Die Abgrenzung im Detail erklärt die Seite Mieter oder Vermieter.
Vorbeugen heißt, Küche und Vorratsschrank konsequent sauber und trocken zu halten, Rohrdurchführungen und Fugen dicht zu halten und Neuzugänge wie Kartons und Gebrauchtgeräte vor dem Hereintragen zu prüfen. In Mehrparteienhäusern gehört ein regelmäßiges Monitoring der Gemeinschaftsbereiche dazu.
Wischen Sie Küchenoberflächen, Herd und Abzugshaube regelmäßig fettfrei, lagern Sie Vorräte und Tierfutter in geschlossenen Behältern und leeren Sie Mistkübel täglich. Diese Routinen entziehen der Deutschen Schabe die Nahrungsgrundlage, noch bevor ein Befall entsteht.
Kontrollieren Sie Kartons, Getränkekisten und gebrauchte Elektrogeräte vor dem Hereintragen, besonders nach Umzügen oder Einkäufen in Betrieben mit bekanntem Befall. Ein kurzer Blick in Falze und Ecken der Verpackung genügt meist.
Dichten Sie Rohrdurchführungen unter Spüle und Waschmaschine sowie Fugen hinter Küchenmöbeln ab. In Zinshäusern und Gemeindebauten lohnt sich zusätzlich ein Gespräch mit der Hausverwaltung über den Zustand von Müllräumen und Kanalanschlüssen, weil diese Bereiche häufig der eigentliche Ursprung sind.
Für Wohnhausanlagen und Betriebe mit wiederkehrendem Risiko ist ein dauerhaftes Schädlingspräventions-Konzept mit Monitoringfallen an neuralgischen Stellen sinnvoll. Es zeigt einen neuen Befall an, bevor Tiere am Tag sichtbar werden und sich über mehrere Wohnungen ausbreiten.

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Die verbreitete Reaktion auf die erste Kakerlake ist die Sprühdose, und genau das verschlimmert das Problem meistens. Die Deutsche Schabe reagiert auf Kontaktgifte mit Ausweichen, nicht mit Aussterben, und verteilt sich dabei in Ritzen und, in Mehrparteienhäusern, über Steigschächte in Nachbarwohnungen. Aus unserer Sicht entscheidet sich die Bekämpfung an zwei Stellen: der konsequenten Beseitigung von Nahrung und Feuchtigkeit und dem Einsatz von Gelködern statt Sprühmitteln. Bleibt der Befall danach bestehen oder betrifft er mehrere Wohnungen eines Hauses, braucht es einen Fachbetrieb, der Art und Herd bestimmt und das ganze Haus statt nur einer Wohnung behandelt. Bei Gewerbebetrieben mit Lebensmittelbezug ist ein laufendes Monitoring ohnehin die sinnvollere Lösung als der Einzeleinsatz nach Sichtung.
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Frühe Anzeichen sind einzelne Sichtungen bei Nacht in der Küche, dunkle, pfefferkornähnliche Kotspuren hinter Geräten und in Schubladen sowie ein leicht öliger, muffiger Geruch bei stärkerem Befall. Wer nachts unerwartet Licht einschaltet und Tiere schnell verschwinden sieht, hat meist schon einen bestehenden, keinen beginnenden Befall.
Ihre Wirkung ist begrenzt und nicht durch belastbare Studien belegt. Lorbeerblätter und ähnliche Duftmittel vertreiben Tiere bestenfalls kurzzeitig aus einem Bereich, beseitigen aber weder Nahrungsquelle noch Nest. Wirksamer sind konsequente Hygiene, geschlossene Verstecke und Gelköder.
Weil Sprühmittel nur sichtbare Tiere töten und den Rest der Population in tiefere Ritzen und Nachbarräume treiben, wo sie sich weiter vermehrt. Zusätzlich überstehen die von Weibchen getragenen Eier den Kontakt oft unbeschadet. Gelköder, die über die Futtersuche wirken, erreichen auch diese verborgenen Tiere.
Nicht zwingend. Deutsche Schaben werden häufig von außen eingeschleppt, über Kartons, Gebrauchtgeräte oder aus einer Nachbarwohnung über Steigschächte. Fehlende Sauberkeit begünstigt zwar die Vermehrung, weil Nahrung leichter verfügbar ist, ist aber nicht zwingend die Ursache des Erstbefalls.
Ja, sobald der Verdacht besteht, dass der Befall über Steigschächte oder gemeinsame Bereiche wandert. Eine isolierte Behandlung der eigenen Wohnung bleibt in diesem Fall wirkungslos, weil die Tiere aus der Nachbarwohnung oder dem Keller nachrücken. Die Hausverwaltung kann eine hausweite Kontrolle veranlassen.
Bei konsequenter Köderbehandlung und geschlossenen Verstecken rechnen Sie mit zwei bis sechs Wochen bis zum deutlichen Rückgang, abhängig von der Größe des Befalls. Eine Nachkontrolle nach zwei bis drei Wochen zeigt, ob weitere Termine nötig sind.
Stand der Recherche: September 2026. Diese Darstellung ersetzt keine Rechtsberatung.
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